Nächste Etappe ist der Schlosshof

Rund 130 Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, wieder einmal einen Blick hinter die Lichtensteiner Schlossmauern zu werfen.

Lichtenstein.

Das Interesse an der Geschichte und der Zukunft des Lichtensteiner Schlosses ist ungebrochen. Rund 130 Besucher nutzten am Ostermontag die kurzfristig angesetzten Führungen im Schlosshof, durch die unterirdischen Gänge und die Gruft, um sich über den Fortgang der Sanierungspläne zu informieren.

Christian Bretschneider vom Geschichtsverein, der sonst als Lichtensteiner Nachtwächter gelegentlich mit interessierten Leuten in der Stadt unterwegs ist, beugte dabei allen Gerüchten vor. "Natürlich geht es weiter im Schloss. Zunächst müssen erst einmal die Säulen des Innenhofes gesichert werden. Danach werden die Archäologen des sächsischen Landesamtes noch einmal aktiv. Das passiert aber erst Mitte des Jahres. Und erst danach beginnen die eigentlichen Bauarbeiten", sagt Bretschneider. Der Umbau des Schlosses ist für die Archäologen eine einmalige Chance. Ausgrabungen in diesem Umfang an einem Schloss vornehmen zu können, das ist anderswo kaum noch möglich. Der Nachteil: Es bremst den Umbau des Schlosses aus.


Schlossherr Mario Schreckenbach, der im November 2014 das Schloss ersteigerte, will das altehrwürdige Gemäuer mit seiner Schloss Lichtenstein GmbH & Co. KG in ein Wellnesshotel mit 47 Zimmern, Bar und Weinkeller verwandeln. Restaurator Wolfram Voigt, der von Anfang an im Schloss Untersuchungen angestellt hat, bringt die Pläne auf den Punkt: "So ein komplexes Vorhaben wie dieses, ist von heute auf morgen nicht zu schaffen. Das braucht einfach Zeit." Die nutzt Voigt für weitere Untersuchungen in der mittelalterlichen Bausubstanz. "Wir haben dabei einige neue Entdeckungen gemacht, die belegen, dass die ursprüngliche Burg aus dem Jahr 1180 stammt", sagt er. Die Archäologen des Landesamtes waren bisher der Auffassung, dass vor 1212 an dieser Stelle nichts stand.

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