Noch kein Kompromiss in Sicht

Mediationsverfahren zum Daetz-Centrum läuft

Lichtenstein.

In der Debatte um die Zukunft des Daetz-Centrums gibt es noch keine Lösung. Nachdem die Stadtverwaltung im Herbst 2018 eine Räumungsklage gegen die Daetz-Stiftung eingereicht hatte, läuft seit Jahresbeginn ein Mediationsverfahren, durch das auch ohne Richterspruch ein Kompromiss gefunden werden soll. In den bisherigen Gesprächsrunden gab es aber keinen Durchbruch. Geplant ist laut Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler), dass es am 29. Mai weitere Gespräche gibt. Voraussetzung dafür sei aber, dass von Seiten der Daetz-Stiftung bis 9. Mai eine sogenannte vertrauensbildende Maßnahme hinsichtlich der Verkleinerung der Ausstellung umgesetzt wird. Auch die Umsetzung weiterer Lösungsvorschläge aus bisherigen Gesprächen wird bis dahin gefordert. "Anhand der dann vorliegenden Fakten kann der Stadtrat auf seiner Sitzung am 20. Mai entscheiden, ob eine Fortsetzung der Mediation erfolgen soll", teilte Nordheim auf Anfrage von "Freie Presse" mit. Bis zu diesem Termin soll es auch keine Verhandlungen mit Dritten, die möglicherweise Interesse am Daetz-Centrum haben, geben.

Stifter Peter Daetz (Foto) gibt sich kompromissbereit, äußert sich aber nicht zu Details eines möglichen Entgegenkommens, vor allem mit Blick auf die Verkleinerung der derzeit rund 600 Exponate umfassenden Dauerausstellung "Meisterwerke in Holz" mit Kunstwerken von verschieden Kontinenten. "Wir brauchen die Exponate ja für unsere interkulturellen Bildungsprojekte", sagte Daetz. Derzeit gebe es Gespräche mit Ausstellungs- und Kulturspezialisten, die Lösungswege aufzeigen sollen. Dass die gefunden werden müssen, ist für Peter Daetz klar. "Es muss hier weitergehen. Wir brauchen doch ansprechende Angebote für Touristen", sagt der 88-Jährige, der Ehrenbürger Lichtensteins ist. (mpf)

Sascha Aurich

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