Oberlungwitzer Bürgermeister flaggt für den Frieden

Thomas Hetzel ist jetzt Mitglied der Bewegung "Majors for Peace". Er erklärt, warum er der Initiative beigetreten ist.

Oberlungwitz.

Die Deutschland- oder die Europafahne weht schon zu besonderen Anlässen vor dem Oberlungwitzer Rathaus. Künftig könnte hier an ausgewählten Gedenktagen auch noch eine Fahne zu sehen sein, die vermutlich nur wenige kennen. Sie steht für die weltweite Initiative "Majors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden), der sich der Oberlungwitzer Stadtchef Thomas Hetzel (parteilos) angeschlossen hat.

Ein Bürger hatte ihn auf die Idee gebracht, der Organisation mit mehr als 7700 Mitgliedern in 163 Ländern beizutreten. Sie wurde vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima, auf die im Zweiten Weltkrieg die erste amerikanische Atombombe geworfen wurde, im Jahr 1982 ins Leben gerufen. "Ziel war und ist die weltweite Abrüstung. Momentan geht es aber erschreckenderweise in die andere Richtung", sagt Hetzel, der nicht verstehen kann, dass viel Geld in das Militär gesteckt wird, während es an anderer Stelle fehlt. Zugleich ist er realistisch genug um zu wissen, dass sich nicht viel daran ändern wird. "Man kann nur immer wieder darauf aufmerksam machen. Ich sehe mich da als Multiplikator", sagt der 35-Jährige, der auch als Vater zweier Kinder einen besonderen Blick auf Themen wie Weltfrieden und Nachhaltigkeit hat. Deshalb kritisiert er auch, dass die Bundesregierung die Militärausgaben in den nächsten Jahren deutlich erhöhen will.


Hetzel, der Mitgliedsgebühr und Kosten für die Fahne aus seiner Privatkasse bezahlt hat, will auch andere Bürgermeister anregen, bei den "Majors for Peace" mitzumachen: "Diese Bewegung ist zwar nur symbolisch, aber ich denke, die Masse macht es." Außerdem hat er die Idee, in Oberlungwitz einen besonderen Baum zu pflanzen. Aus 30 Bäumen, die in Hiroshima den Atombombenabwurf überlebt hatten, wurden Setzlinge gezogen, die in aller Welt als Symbole gegen Gewalt wachsen sollen. Einen solchen Baum könnte er sich auch im neuen Stadtpark vorstellen.

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