Opfer suchte Hilfe bei Therapeuten

Missbrauchs-Prozess: Am Donnerstag fällt Urteil

Zwickau.

Vor dem Landgericht Zwickau ist am Dienstag der Prozess gegen einen Mann aus dem Landkreis fortgesetzt worden, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, ein Mädchen - seine Stieftochter - mehrfach sexuell missbraucht und später als Jugendliche vergewaltigt zu haben. Mehrere Zeugen sagten zum familiären Umfeld des Angeklagten und des Kindes aus.

Die Taten, die dem Angeklagten zur Last gelegt werden, sollen sich von 2000 bis 2008 zugetragen haben. Beim ersten Missbrauchsfall war das Mädchen neun Jahre alt. Heute ist das mutmaßliche Opfer 29. Am Rande des Prozesses kam heraus, warum die Frau erst viele Jahre nach den angeklagten Taten den Mann angezeigt hat. Ein Ex-Freund sagte als Zeuge aus: "Meine damalige Freundin war zweimal von mir schwanger. Zweimal erlitt sie eine Fehlgeburt." Daraufhin habe sie sich 2018 einem Therapeuten anvertraut. Zwei weitere Zeugen sagten aus, dass das Mädchen häufig Angst vor dem Stiefvater gehabt habe, mit dem sie oft alleine gewesen sei, weil die Mutter arbeiten war.

Laut Anklageschrift soll der Mann seine Stieftochter einmal sogar in einem Keller gefesselt und nackt fotografiert haben. Am Donnerstag soll das Urteil gefällt werden. (stsu)

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