Petition gegen Bauvorhaben

Die Entscheidung des Kreistages zur geplanten Straßenmeisterei in Callenberg ist für die Anwohner nicht nachvollziehbar. Sie wollen weiterkämpfen.

Callenberg.

Bei René Engelhardt löste die Entscheidung des Kreistages am Mittwoch nur verständnisloses Kopfschütteln aus: "Ich finde es erschreckend, dass es bei dem Beschluss keine einzige Gegenstimme gab", so der 44-jährige Callenberger. Engelhardt ist Sprecher der Bürgerinitiative "Grünes Band", welche sich gegen den geplanten Neubau der Straßenmeisterei in der Nordstraße in Callenberg einsetzt. Er war bei der Sitzung in der Sachsenlandhalle in Glauchau dabei. Auf ihr ist einstimmig für eine außerplanmäßige Auszahlung in Höhe von einer Million Euro votiert worden, die für die weitere Planung der Straßenmeisterei bestimmt ist.

Inzwischen haben die Bürger von Callenberg eine Petition eingereicht. "Innerhalb von sieben Tagen haben wir 350 Stimmen gesammelt. Das zeigt, dass die Bürger der Gemeinde den Neubau nicht befürworten", sagt Engelhardt. Die Unterschriftenliste hat Heiko Scheu von der Bürgerinitiative am Donnerstag dem Landrat Christoph Scheurer (CDU) vorgelegt. Den Termin hatte der Callenberger Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) organisiert.

Auf Nachfrage der "Freien Presse" wollte sich Röthig nicht genauer zu dem Termin äußern. "Das ist erst möglich, wenn ich die Planungsunterlagen vorliegen habe und beide Seiten kenne. Bisher habe ich noch keinerlei genaue Informationen über den Neubau, sodass ich den Sachverhalt nicht bewerten kann", erklärt der Rathauschef. Dabei sind die Pläne für die Straßenmeisterei in Callenberg schon seit Jahren bekannt.

Diese Woche hatte die Initiative die Bürger der Gemeinde zu einer Einwohnerversammlung in die Alte Schule in Callenberg eingeladen. "Der Saal war voll. In dem Vortrag haben wir die Probleme im Falle eines Neubaus vorgestellt. Viele Bürger waren über die Baugröße schockiert", erklärt der Sprecher.

Die Callenberger Anwohner halten den geplanten Standort in der Nordstraße für ungeeignet. "Für uns Bürger ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, warum bestehende Flächen im Gewerbegebiet für das Vorhaben nicht genutzt werden." (mit erki)

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