Pfaffenberg-Bühne hat beim Bürgerhaushalt gute Chancen

Für den Bürgerhaushalt von Hohenstein-Ernstthal sind 26 Vorschläge eingegangen. Einige sprengen allerdings den verfügbaren Finanzrahmen.

Hohenstein-Ernstthal.

Verwittertes Holz auf den Sitzbänken, beschädigter Beton, schiefe Platten an den Terrassen - der Zahn der Zeit hat an der Freilichtbühne auf dem Hohenstein-Ernstthaler Pfaffenberg genagt und sichtbare Spuren hinterlassen. Schön sieht anders aus. Doch jetzt gibt es Hoffnung für den Zuschauerbereich der Freilichtbühne.

Offenbar lieben die Hohenstein-Ernstthaler den Platz . SechsVorschläge für die Verwendung der Mittel aus dem Bürgerhaushalt betreffen das Aufmöbeln der morschen Bänke und Tische an der Freilichtbühne, die in diesem Jahr neben dem traditionellen Bergfest und dem Festival "Voice of Art" auch der Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Jugendhauses "Off is" als Schauplatz diente.

In DDR-Zeiten im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) in vielen freiwilligen Arbeitsstunden errichtet, hat die Bühne nicht nur unterhaltsame Künstler erlebt, sondern auch Vandalismus wie Graffiti-Schmierereien und Zerstörung. Immer wieder mussten im Areal Werterhaltungsmaßnahmen stattfinden. Extrem war das Jahr 2005, als eine Serie von Vandalismus dem Terrain zusetzte. Damals setzte OB Erich Homilius sogar 300 Euro Prämie aus für Hinweise, die zum Ergreifen der Täter führt. Inzwischen erledigt Jahr für Jahr der Bauhof in Vorbereitung auf das Bergfest notwendige Reparaturen. Kati Sommer vom Kultur- und Veranstaltungsmanagement der Stadt kann das Ansinnen nur begrüßen. "Das Bergfest ist ein Aushängeschild für die Stadt, da sollten sich die Besucher an der Bühne wohlfühlen."

Der geschätzte Finanzbedarf für eine Erneuerung des Zuschauerbereiches belauft sich auf rund 80.000Euro. Das sprengt allerdings den Rahmen des Bürgerhaushaltes deutlich. Der liegt bei jährlich 20.000 Euro. Trotzdem hat die Stadtverwaltung die Position nicht von der Vorschlagsliste gestrichen. Die Maßnahme könnte nach Auffassung der Verwaltung in Jahresscheiben finanziert werden. Drei weitere Positionen zieht die Stadt ins Kalkül, wenn zur Stadtratssitzung am 29.Oktober eine Entscheidung fällt. Für das Anschaffen neuer Spielgeräte für den Spielplatz am Fuchsgrund (5000 Euro) plädierten sieben Vorschläge, sogar zehn für das Erweitern des Spielplatzes am Volkshausteich in Wüstenbrand (5000Euro). Auch das Anpflanzen von Obstbäumen durch die Arbeitsgemeinschaft der Karl-May-Grundschule (2500 Euro) hat die Verwaltung in der engeren Wahl.

Einige unter den insgesamt 26 Positionen hat die Stadt von vornherein aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Demnach wird es in absehbarer Zeit keine neue Ladesäule für E-Autos auf dem Altmarkt geben. Das begründet die Verwaltung damit, dass noch in diesem Jahr eine solche am Bahnhof entsteht und die WG Hot eine im Wohngebiet an der Sonnenstraße baut. Durchgefallen sind auch neue Parkbänke an der Lutherhöhe, ein Dach für den Fahrscheinautomat am Bahnhof und der Zuschuss für die Wäschekaltmangel. Auch die Erneuerung des Fußweges an der Bernhard-Anger-Straße ist in diesem Kostenrahmen nicht umsetzbar, heißt es.

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