Posaunenchor feiert 70.

Das Ensemble aus St. Egidien ist gewissermaßen ein Mehrgenerationen-Projekt. Hier musizieren Jung und Alt gemeinsam.

St. Egidien.

Sein 70-jähriges Bestehen hat der Posaunenchor der Kirchgemeinde St. Egidien am Wochenende mit einem Konzert und einem Festgottesdienst gefeiert. Nicht fehlen durfte dabei Stefan Teubert, der ebenfalls 70 ist und ein paar Monate vor der Chorgründung das Licht der Welt erblickte. Heute ist er ältester aktiver Musiker im Chor, dem er seit 59 Jahren angehört.

Wöchentliche Proben und regelmäßige Auftritte sorgen für Abwechslung und gutes Miteinander über verschiedene Generationen hinweg. "Das ist interessant und macht Spaß", sagte Teubert, der Trompete spielt. In den letzten Jahren werden regelmäßig auch moderne Stücke einstudiert, was ebenfalls gut ankommt. Als Stefan Teubert im Chor begann, war er elf Jahre alt. Heute ist Christoph Kutzner der jüngste Blechbläser in dem Laienensemble. Er ist zehn Jahre alt und macht schon seit 2017 mit. Außerdem spielt der Nachwuchsmusiker in der Bläserklasse des Lichtensteiner Gymnasiums mit. Während dort auf der Tuba musiziert wird, ist im Posaunenchor das Tenorhorn das Instrument des jüngsten Aktiven, der als Lieblingslied "Nun danket alle Gott" nennt. "Filmmusik mag ich auch", ergänzte Christoph Kutzner, der zu den sechs Nachwuchsbläsern gehört, auf die der Posaunenchor sehr stolz ist. Ausgebildet werden sie von Daniel Sonntag.

Erwachsene Aktive sind es derzeit 19. "Wir haben etwa 45 Proben und 30 bis 35 Auftritte pro Jahr", berichtet Chorleiter Traugott Kemmesies, der seit 1965 dabei ist. Er freut sich nicht nur über die gute Entwicklung des Posaunenchores, sondern auch über die gute Resonanz. "Wir hatten zweimal volles Haus", sagte er mit Blick auf das Konzert und den Festgottesdient in der Kirche "Unsere lieben Frauen" in St. Egidien.

Musiziert wird aber nicht nur im Gotteshaus, sondern beispielsweise auch beim Pyramidenfest, das demnächst wieder stattfindet. Deshalb gibt es neben christlichen Liedern auch viele bekannte und moderne weltliche Titel im Repertoire des Chores.

Zu Gast in St. Egidien war am Wochenende auch Jörg-Michael Schlegel, Landesposaunenwart der Sächsischen Posaunenmission. Unter deren Dach gibt es im Freistaat 440 Posaunenchöre mit rund 6000 Bläsern. "Das ist relativ konstant. Die Entwicklung hängt immer von der Arbeit direkt in den Gemeinden ab", schätzte er ein. In St. Egidien laufe es sehr gut. Eine der Aufgaben Schlegels ist es beispielsweise, die Posaunenchöre mit Musik zu versorgen. "Man kann fast alle Titel entsprechend in Form bringen", sagte er. Derzeit liegen da vor allem bekannte Melodien aus dem Genre der Filmmusik im Trend, was auch bei dem Konzert des Posaunenchores am Samstag deutlich wurde. Im Festgottesdienst am Sonntag waren es dann die geistlichen Titel, die aber durchaus auch modern ausfielen.

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