Projekt macht junge Menschen neugierig auf Natur

Im Lichtensteiner Ortsteil Rödlitz werden jetzt junge Naturwächter ausgebildet. Ihr Engagement gilt dem Artenschutz und mehr.

Rödlitz.

Die Naturschutzstation Rödlitztal beteiligt sich an einem Projekt der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, das im Landkreis Mittelsachsen entstanden ist und nun erstmals auch im Landkreis Zwickau durchgeführt wird. "Das soll in ganz Sachsen etabliert werden", sagt Tobias Rietzsch, der Vorsitzender des Vereins Naturschutzstation Rödlitztal ist und zudem in der Naturschutzstation Gräfenmühle des Landkreises Zwickau mitarbeitet.

Kinder von der ersten Klasse bis zum Alter von 18 Jahren werden in dem Projekt "Junge Naturwächter Sachsen" in Sachen Naturschutz geschult, um später vielleicht den nächsten Schritt zum ehrenamtlichen Naturschutzhelfer zu machen. "Es geht in erster Linie um Artenkenntnis", erklärt Tobias Rietzsch, der sich zusammen mit seiner Frau Petra um das Projekt kümmert. Start war im Februar. Derzeit sind die elf Plätze bereits belegt. Unter anderem wurde sich schon mit Amphibien und Pflanzen beschäftigt. Themen wie Energie, Nachhaltigkeit, Ressourcen und soziale Kompetenz spielen aber genauso eine Rolle. "Das Projekt soll im Landkreis Zwickau auf andere Stationen projiziert werden", sagt Rietzsch. Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Geldern aus dem Haushalt des Freistaates Sachsen.


In Rödlitz bekommen die Kinder nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern sind in der Natur unterwegs oder können durch die Wildtierauffangstation des Vereins auch Tiere aus nächster Nähe kennenlernen. Unter anderem hat Tobias Rietzsch mehrere Igel über den Winter gerettet und kümmert sich um einen verletzten Buchfink. Schildkröten und Schlangen leben ebenfalls in der Station. Die jungen Naturfreunde machen sich derzeit für die Einrichtung stark. Denn hier ist die Heizung kaputt und muss erneuert werden, was mehrere Tausend Euro kostet. Dafür werden jetzt Unterstützer gesucht, und die Kinder hatten die Idee, mit Kuchenbasar und Flohmarkt beim Schulfest Geld zu sammeln. "Es war total rührend, wie sie da reagiert haben. Die eigenen Sparbüchsen sollen sie aber bitte nicht dafür plündern", sagt Tobias Rietzsch, der in den nächsten Wochen nach weiteren Spendern suchen muss. Wer die Arbeit der Naturschutzstation kennenlernen will, hat dazu immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr die Gelegenheit. Dann ist Sprechzeit in den Räumen im Erdgeschoss des Sportlerheims am ehemaligen Fußballplatz in Rödlitz.

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