Propangasflasche sorgt für Einsatz

In Hohenstein-Ernstthal gab es Gasalarm. Der Einsatzleiter der Feuerwehr sagt, es hätte eine Katastrophe geben können.

Hohenstein-Ernstthal.

Es war zum Glück ein Schutzengel dabei. Ein kleiner Zufall hätte genügt - und die Katastrophe wäre nicht zu vermeiden gewesen.

Am Montagabend mussten Feuerwehr und Polizei zu einem Mehrfamilienhaus in der Weststraße in Hohenstein-Ernstthal ausrücken. Mieter hatten Gasgeruch im Hausflur festgestellt, die Feuerwehr alarmiert. 28 Kameraden waren mit sieben Fahrzeugen vor Ort. "Es bestand Explosionsgefahr. Die Kameraden wurden auch deshalb benötigt, um im Ernstfall eingreifen zu können", so Einsatzleiter Sven Weinhold. Am Anfang war unklar, wo genau der Gasgeruch herkam. Das Haus besitzt keinen Erdgasanschluss, wird mit Fernwärme versorgt.

Die Hausbewohner mussten das Gebäude verlassen, konnten sich aber in einem Feuerwehrauto aufwärmen. Die Kameraden untersuchten dann mit angelegten Atemschutzmasken das Haus. Dann stießen sie in einer Wohnung auf eine Propangasflasche. "Die war nicht abgedreht. Vermutlich war das Gas den ganzen Tag über hinweg aus der Flasche entwichen. Denn die Hausbewohner hatten schon am Morgen einen merkwürdigen Geruch im Gebäude festgestellt, sich aber noch nicht bei uns gemeldet." Die Polizei teilte am Dienstag auf Anfrage der "Freien Presse" mit, dass die Familie in der entsprechenden Wohnung, aus der das Propangas kam, zusätzlich noch an einem Gaskocher herum gebastelt hat.

"Ein Wunder, dass nichts Schlimmes passiert ist. Ein Feuerzeug oder ein Klingeln hätten ausgereicht", so Feuerwehr-Einsatzleiter Weinhold.

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