Racingteam stellt seinen neuen Rennwagen vor

Nach einer unglücklich verlaufenen Saison schauen die Studenten der Westsächsischen Hochschule nun voraus.

Zwickau.

Edgar hat ausgedient. Das Rennauto, das im vergangenen Jahr bei der Formula Student für die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) an den Start gegangen ist, hat einen Nachfolger bekommen. Und der wird morgen beim Rollout auf dem Scheffelberg-Campus der Hochschule vor zahlreichen Gästen offiziell vorgestellt.

Wie der Neue heißt, das verrät das WHZ-Racing-Team erst mit der feierlichen Zeremonie. Wie er fährt, das zeigt sich dann später bei den Testfahrten und noch etwas später bei den Rennen der Studentenweltmeisterschaft. Ohne Edgar zu nahe treten zu wollen: Aber der Wagen hatte eine eklatante Antriebsschwäche. Das machte sich allerdings erst in der Rennsaison bemerkbar. "Da war es zu spät, das noch grundlegend zu reparieren", sagt Bastian Steudel. Der 24-Jährige studiert in Zwickau Kfz-Technik und ist wirtschaftlicher Projektleiter im Racingteam. So sind die Zwickauer Studenten in der Weltrangliste auf Platz 43 abgerutscht. Deswegen gilt für dieses Jahr: Es kann nur besser werden.


Ein verlorenes Jahr war es jedoch nicht, sagt Steudel. "Nur mit Blick auf unsere Platzierung. Nicht aber, was die Erfahrung angeht." Man habe viel aus den Problemen mit dem Antriebsstrang gelernt - und das Konzept hoffentlich so weit verbessert, dass Edgars Nachfolger wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann.

Die wirklich erfolgreichen Mannschaften gehen allesamt mit Vierradantrieb auf die Rennstrecke. Um sich zu beweisen, startet das Team zunächst bei der Formula Student in Österreich und später in Spanien. Auch am Rennen auf dem Hockenheimring möchten die Zwickauer gern teilnehmen -dafür befinden sie sich jedoch wie 27andere Interessenten auf der Warteliste. Denn es gibt nur 40 Startplätze für Elektromobile.

Hinter den Studenten liegen mehrere Monate intensiver Arbeit. Sie haben den Wagen komplett selbstständig entworfen und gebaut. Darüber hinaus müssen sie zu den Wettkämpfen auch je einen Kosten- und einen Designplan vorweisen und darüber hinaus ein Konzept entwickeln, wie sich solch ein Wagen - in einer Kleinserie gebaut - vermarkten ließe. Diese Anforderungen bringen im Racingteam Studenten aus allen Fakultäten zusammen, sagt Bastian Steudel.

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