Rätsel: Im Park wächst plötzlich Kürbis

Die Stadt Glauchau lässt die Pflanzen stehen - Herkunft bleibt unklar

Glauchau.

Sie mögen schattige Plätze und nährstoffreiche Böden. Vielleicht gefällt es den Kürbissen entlang der Glauchauer Gründelallee deswegen so gut. Mehrere Pflanzen breiten sich auf dem frisch gestalteten Gelände im hinteren Bereich ungehindert aus. Die ersten gelben Früchte sind bereits zu sehen. Doch wie die Kürbisse dorthin kamen, das bleibt ein Rätsel.

Die Stadt Glauchau hatte vergangenen Herbst und im Frühjahr den Bereich des Gründelteich-Nordufers erneuern lassen. Der Weg wurde saniert, Bäume gefällt. 33 neue Bäume kamen in die Erde. Doch mit den Kürbissen hat die Stadt nach eigenen Angaben nichts zu tun. "Es handelt sich um wild aufgegangene Pflanzen", sagt Rathaussprecherin Bettina Seidel. Denkbar sei, dass Vögel die Samen gebracht haben. Möglich sei aber auch, dass der Samen in der Erde enthalten war, die während des Wegebaus verwendet wurde.

Die Glauchauer Stadtverwaltung will das Gemüse wachsen lassen. Vielleicht setzt sich die Idee einer "essbaren Stadt" in Glauchau doch noch durch. Vor drei Jahren, als es die ersten Überlegungen für das neue Stadtentwicklungskonzept gab, hatten Studenten der Fachhochschule Erfurt so etwas vorgeschlagen. Viele Flächen in der Stadt sind grün, auch einige Abrissareale sind begrünt worden, lautete damals das Argument. Die Idee von der essbaren Stadt sieht vor, solche Flächen zum öffentlichen Obst- und Gemüseanbau zu nutzen. Solche Konzepte gibt es in rund 100 Städten und Gemeinden.

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