Räumdienst innerorts als Thema im Stadtrat

Räte diskutieren rege über den Schnee in Hohenstein-Ernstthal

Hohenstein-Ernstthal.

Die Stadträte in Hohenstein-Ernstthal haben am Dienstagabend ausführlich über den Schnee in der Stadt diskutiert. Gabriele Dreyer (CDU) sagte, in der Stadt sei es wie ausgestorben, wenn Schnee liegt, weil Autofahrer nicht wüssten, wo sie parken sollen. Schneeberge versperren nach ihrer Schilderung zahlreiche Parkplätze. Auch Fußgänger kämen demnach kaum über die Straßen, weil die Ränder voller hohem Schnee liegen. Außerdem fragte sie, ob die Kontrolleure der Stadt verstärkt im Einsatz seien, um Falschparker abzustrafen. "Das käme dann ja auch noch dazu", sagte sie. Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) verneinte das, erinnerte aber daran: "Es ist auch im Winter wichtig, dass Rettungswege frei sind und sicherer Verkehr möglich ist."

Enrico Schüppel (CDU) forderte, beim Friedhof besser zu räumen. "Ich verstehe, dass das keine Priorität hat, weil im Winter keiner Blumen pflanzt, aber Beerdigungen sollten schon reibungslos ablaufen können", sagte er. Nach zahlreichen Wortmeldungen zum Thema Schnee zeigte sich Hans-Reinhard Berger (SPD, Grüne) irritiert. "Mir scheint, dass wir verlernt haben, mit dem Winter zu leben." Er fragte, ob die Stadt auf dem Sachsenring räumt, was OB Kluge verneinte. Bürger hätten ihn darauf hingewiesen, dass dort auch aktuell Spaßfahrten stattfänden. Eine Stunde lang dauerte die Sitzung des Stadtrates, 20 Minuten davon widmeten sich die Kommunalpolitiker dem Schnee.

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