Restaurator begutachtet Bild

Das Gemälde "Offizier zu Pferde" schlummert schon lange im Hartensteiner Museumsbestand. Ob es in der Stadt bleibt oder ins Bergbaumuseum Oelsnitz kommt, darüber ist noch nicht entschieden.

Hartenstein.

Was ist das Gemälde "Offizier zu Pferde" des Künstlers Angelo Jank wert? Und was kostet dessen Restaurierung? Diese Fragen standen im Raum, als Bürgermeister Andreas Steiner (parteilos) im März dem Stadtrat vorgeschlagen hatte, das Bild dem Erzgebirgskreis zu vermachen, weil Hartenstein keine Verwendung dafür habe, es nicht zum Museumsbestand passe. Laut Andreas Steiner könnte es stattdessen künftig einen Platz im Bergbaumuseum Oelsnitz erhalten, das gegenwärtig umstrukturiert wird.

Zur jüngsten Stadtratssitzung informierte der Kommunalpolitiker nun, dass er gemeinsam mit dem früheren Hartensteiner Museumsleiter Gerd Eigler im Internet recherchiert hat. Ein Werk von Angelo Jank habe für 15.000 Euro den Besitzer gewechselt, aber die meisten seien für 400 bis 800 Euro weggegangen. Gemeinsam mit dem Bergbaumuseum Oeslnitz habe man sich an einen Restaurator gewandt, der jetzt ein Angebot machen will, was die Restaurierung des Gemäldes kostet. "Sobald Ergebnisse vorliegen, werde ich den Stadtrat darüber informieren", sagte der Bürgermeister. "Ich habe auch kein Problem damit, die Bildrolle wieder ins Museum zu legen. Aber ins Bergbaumuseum würde sie passen."

Sascha Aurich

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Das Gemälde "Offizier zu Pferde" zeigt den Bergbauunternehmer Karl Georg Wolf (1863 bis 1934), der einst Hauptaktionär des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlebergbau-Reviers war. Es ist in den 1950er-Jahren, als der frühere Wohnsitz des Industriellen - das heutige "Gästehaus Wolfsbrunn" - als Pionierleiterschule diente, in den Besitz der Stadt Hartenstein übergegangen. Seither schlummert es bedeutungslos im Museumsbestand, bröckelt und krümelt dort vor sich hin. (mit upa)

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