Rödlitz: Die Geschichte einer tödlichen Nachbarschaft

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Ein Rentner nimmt seine Schrotflinte, versteckt sich in der Hecke und erschießt seinen Nachbarn. Danach begeht er Selbstmord. Kann das in Zukunft öfter passieren?

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    1
    saxon1965
    17.05.2021

    Was soll eine solche Fragestellung, ob Jemand zu Hause Waffen braucht?
    Natürlich nicht, außer er benötigt diese z. Bsp. für die Jagd. Also JA, manche brauchen zu Hause eine oder mehrere Waffen.
    Ob dies auf Sportschützen, die außschließlich auf Schießständen ihrem Hobby nachgehen dürfen, auch zu trifft, ist allerdings fraglich.
    Ein Waffensammler im Rahmen der Gesetze, hat natürlich auch das Bedürfnis seine Sammlerstücke zu Hause aufzubewahren.
    Und einem Menschen, selbst einem Wirbeltier, das Leben zu nehmen, dürfte sehr vielen Menschen große Überwindung kosten. Es ist also nur bedingt richtig, dass dies mit einer Schusswaffe leichter fällt. Bei entsprechender Energie, genügen manchen Kriminellen auch seine blosen Hände.
    Wie im Artikel beschrieben, verfolgte der Täter sein Opfer bis in dessen Garage. Dies hätte er wohl auch mit einem Messer getan.
    Bei aller Tragik der Geschehnisse, weder Waffengesetze, noch 2015 oder Pegida gehören in diesen Zusammenhang.

  • 13
    4
    paral
    16.05.2021

    Die Beurteilung für Außenstehende ist sehr schwierig, @TWe.. Die Geister scheiden sich am privaten Waffenbesitz, für oder wider, das ist der Punkt. Das wird hier im Artikel hergeleitet, das tragische Geschehen ist der Aufhänger. Der Mörder erwägt nicht, Distanz- oder Nahkampfwaffe, er rechnet mit dem Überraschungseffekt, zumal er ja selbst mit dem Leben abgeschlossen hat, weil er nicht davonkommt mit seiner Tat. Ich will nicht das große Rad drehen, Freiheit und Recht auf privaten Waffenbesitz. Ein schwieriges Unterfangen das Ganze, wie so vieles eine Glaubensfrage. "Den Behörden waren vor der Tat keine Anzeichen bekannt, die es gerechtfertigt hätten, ihm die Waffen wegzunehmen", sagt Staatsanwältin Ines Leonhardt. Das ist geltendes Recht.

  • 20
    13
    TWe
    16.05.2021

    @paral
    "Seine Tatwaffe war eine Schrotflinte. Es hätte ebensogut eine Axt, eine Machete, ein Messer oder ein Knüppel sein können."

    Genau das ist der maßgebliche Unterschied. Wenn Sie ein Hieb- oder Stichwaffe gegen einen anderen Menschen einsetzen, müssen Sie i. d. R. unmittelbar mit Gegenwehr rechnen. Aus der Distanz sind diese Waffen ja naturgemäß wirkungslos. Die Gefahr der unmittelbaren Gegenwehr erhöht die Hemmschwelle zum Einsatz solcher Waffen deutlich.

    Bei Schusswaffen ist das leider ganz anders. Diese kann man versteckt aus dem Gebüsch heraus verwenden, ohne sich unmittelbar der Gefahr der Gegenwehr auszusetzen.

    Deshalb ist eine "tickende Zeitbombe" mit Waffenbesitzkarte auch immer eine sehr viel größere Gefahr für die Gesellschaft als ein vergleichbares Exemplar mit Messer oder Axt.

  • 29
    7
    KTreppil
    16.05.2021

    In diesem Artikel werden Erklärungen gesucht, teilweise an den Haarenherbeigezogen, die es nicht gibt. So was passiert leider immer wieder, in jeder Gesellschaftsform, lässt sich jedoch nie mit gesunden Menschenverstand erklären. Das wäre auch schlimm, denn gäbe es eine rationale Erklärung, wäre ein Versuch der Rechtfertigung nicht weit. Einen Menschen umzubringen rechtfertigt aber nichts und niemand!

  • 23
    18
    paral
    16.05.2021

    Hier werden verschiednen Dinge beschrieben, die nicht zusammengehören. Was hat die Anzahl der registrierten Schußwaffen mit dem Mord und dem anschließenden Suizid zu tun? Was soll in diesem Zusammenhang PEGIDA? Und 2015? Ältere Waffenbesitzer tickende Zeitbomben? Wenn sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen, tun sie nichts illegales, wer eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begeht, wird einvernommen, nach gesetzlichen Vorgaben. Will man zu den Leute hingehen und fragen, hast du schon mal mörderische Gedanken gehabt? Hier hat ein tragisches Geschehen seinen Höhepunkt nach Jahrzehnten erreicht. Der Mörder mit seiner Waffe hat sich in der Hecke versteckt. Es hätte eine Machete, ein Messer sein können. Die starrsinnigen Männer sind unbelehrbar und kompromißunfähig gewesen. Leider kommt das alltäglich vor. Also ein Bier zusammen wäre eine gängige Lösung gewesen.

  • 52
    18
    1907859
    16.05.2021

    Ich finde es sehr befremdlich einen Nschbarschaftsstreit durch einen „Sachverständigen“ als politisch motivierte Tat oder mit Pegida in Verbindung bringen zu wollen.

    Er mag Recht damit haben, dass der Ton aus diesen Gründen, rauer geworden ist. Aber bitte was hat das mit zwei Streithähnen aus dem Randerzgebirge zu tun.

    Viel eher müsste man sich, als Ermittlungsbehörde, an die eigene Nase fassen weil man alle offensichtlichen Warnsignale ignoriert hat und sich nun versucht aus der Verantwortung zu stehlen, so wie zu oft. Ob es die Tat verhindert hätte - wer weiß.

  • 47
    16
    lax123
    16.05.2021

    Hilfe, also der Artikel und die merkwürdige Begründung für die Tat ist recht weit hergeholt. Was bitte hat Pegida oder 2015 mit einem recht herkömmlichen Nachbarschaftsstreit zu tun? Solche Taten mögen zwar Gründe in Unzufriedenheit haben, hier scheinen sie jedoch ausschließlich im persönlichen Umfeld zu liegen.

  • 44
    35
    Tauchsieder
    16.05.2021

    Für was doch alles Pegida herhalten soll/muss. Solche Vergleiche zu ziehen und das von einem promovierten Kriminalpsychologen sind eine schwere Kost. Hier sollte man sich nicht selber in die Tasche lügen und etwas konstruieren, obwohl man mit den betroffenen Personen nicht mehr reden kann. Seine Erkenntnisse zur Volksmusik und Heavy Metal sind schon etwas weit hergeholt. Das er das Jahr 2015 ins Spiel bringt hätte ihm aber zu denken geben müssen. Spätestens hier kommt die Frage auf: "Warum ausgerechnet 2015, was war da?"

  • 31
    54
    ths1
    16.05.2021

    Steffen Dauer macht den Beginn dieser Zeit, seit die Tonspur in der Gesellschaft mehr Heavy Metal ist als Volksmusik, im Jahr 2015 fest: "Ich sehe einen engen Zusammenhang mit dem Erstarken von Bewegungen wie Pegida." War 2015 nicht noch etwas anderes?

  • 31
    39
    saxon1965
    15.05.2021

    Solche Vorkommnisse sind immer überflüssig und sehr traurig. Man wird sie jedoch in jeder Gesellschaft finden. Wenn man der Meinung ist, dass sich das Verhalten der Menschen radikalisiert, dann sollte man nach den Ursachen suchen. Sich in die Theorie zu versteigen, dass "Gerade ältere Waffenbesitzer können tickende Zeitbomben sein, wenn die psychische Stabilität nachlässt", finde ich schon diskriminierend. Wer hat denn eher einen gefestigten Karakter, jung oder alt?!
    Und durch null Waffen, null Waffenmißbrauch zu unterstellen, ist in meinen Augen schon fast unseriös. Wo möglich hätte der Täter zur Axt gegriffen oder den Nachbarn angezündet. Kriminelle Energie wird immer einen Weg finden.
    Was diese Energie angeht, so findet man diese am ehesten bei Kriminellen und nicht bei legalen Waffenbesitzern.
    Es wäre auch angebracht, wenn im Artikel der s. g. Kleine Waffenschein etwas genauer beschrieben würde. Hier wurde mal wieder alles in einen Topf geschmissen und kräftig umgerührt.

  • 18
    69
    paral
    15.05.2021

    Ich möchte den Zusammenhang zwischen diesem Mord und Suizid und Waffenbesitz nicht herstellen. Ein tragisches Geschehen wird dazu benutzt, gegen die Sportschützen zu polemisieren. Die in diesem Zusammenhang gennnten Zahlen zum Waffenbesitz und der Waffenbsitzkarte haben nichts mit diesem Fall zu tun. Der Mörder hat sich im Gebüsch versteckt. Seine Tatwaffe war eine Schrotflinte. Es hätte ebensogut eine Axt, eine Machete, ein Messer oder ein Knüppel sein können. Ich weiß natürlich, daß es festgefahrene Positionen sind, die die Gegner jeglichen privaten Waffenbesitzes besetzen. Sie sind genauso starrsinnig wie der Mörder und sein Opfer und das über Jahrzehnte. Sie hätten wirklich zusammen Bier trinken sollen.

  • 62
    9
    MarioGrimm
    15.05.2021

    Es ist schon der Wahnsinn was aus so einem Nachbarschaftsstreit passiert ist ! Man hat als Außenstehender auch nicht das Recht darüber zu urteilen oder Mutmaßungen anzustellen !! Ich kann mir nur nicht Vorstellen wie die beiden Witwen jetzt Haus an Haus noch ein halbwegs normales und ruhiges Leben verbringen wollen !! Man begegnet sich zwangsläufig und wird doch ständig an diese Tat erinnert !! Wenn ich mir überlege das 2 Menschen wegen etwas Schnee in der Einfahrt bzw. am Grundstück sterben mußten, dann ist das schon bedenklich, was so in einem Menschen vorgehen kann !! Über Waffenbesitz sollte auf jeden Fall nachgedacht werden und wie man gerade ab einem bestimmten Alter über deren Besitz entscheidet ,indem man eine Tauglichkeitsprüfung durchführt !