Sachsenring: Bürgerinitiative will mehr

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Der vom SPD-Landtagsabgeordneten Frank Richter initiierte Runde Tisch zum Dauerstreit um das Thema Lärm hat jetzt seine zweite Auflage erlebt. Es ist ein Abtasten der Parteien.

Hohenstein-Ernstthal.

Still ruht der See. Im Moment ist es ruhig am Sachsenring und im Verkehrssicherheitszentrum: Winterpause und Lockdown. Doch hinter den Kulissen wird weiter heftig diskutiert.

Es geht um das Dauerthema Sachsenring-Lärm, hervorgerufen durch die Trainingsveranstaltungen im Verkehrssicherheitszentrum (VSZ). Am Mittwochabend fand die zweite Auflage des vom Landtagsabgeordneten Frank Richter (SPD) ins Leben gerufenen Runden Tisches statt. An der Videokonferenz nahmen neben Martin Hartzendorf als Vertreter der Bürgerinitiative Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU), die Fraktionschefs im Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal und Vertreter des Umweltministeriums sowie des Landesamtes für Umwelt teil. Auch Ruben Zeltner, Geschäftsführer des VSZ, war diesmal im Gegensatz zur ersten Veranstaltung mit dabei. Wer wieder nicht zu einer Teilnahme zu bewegen war: Landrat Christoph Scheurer (CDU) beziehungsweise ein anderer Vertreter des Landratsamtes. Immerhin ist der Landkreis einer der Gesellschafter des VSZ. Eine Stellungnahme war am Donnerstag aus der Behörde nicht zu bekommen. Allerdings hatte er bereits nach der ersten Sitzung dem Veranstalter sinngemäß mitgeteilt, dass das Thema bereits ausreichend behandelt worden sei.

Das sehen die Bürgerinitiative und andere Teilnehmer natürlich anders. "Es sollten Wege gefunden werden, den Landrat an den Tisch zu bringen", sagte Martin Hartzendorf von der Bürgerinitiative. "Es kann nicht sein, dass ihn dieses Thema kalt lässt. Hier geht es um Bürger, die vom Betrieb einer Einrichtung massiv belästigt werden, an der der Landkreis Anteile hat", so Hartzendorf. Auch andere Teilnehmer des Runden Tisches bedauerten das Fernbleiben des Kommunalpolitikers.

Moderiert wurde die Videokonferenz von den beiden Pfarrern Frank Nötzold und Christian Mendt. Einigkeit herrschte nach der etwa zweistündigen Debatte darüber, dass Handlungsbedarf bestehe. In einer gemeinsamen Presseerklärung heißt es: "Effektive Lärmschutzmaßnahmen sollten geplant und umgesetzt werden. Bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten ist auch der Freistaat gefragt." Eine Lärmreduzierung sei wünschenswert, aber andererseits befinde sich der Betreiber des VSZ aufgrund vielfältiger Regulierungen bereits an der Grenze der Wirtschaftlichkeit.

Der Bürgerinitiative geht das alles aber noch nicht weit genug. Hartzendorf forderte, dass die Lautstärke auch dort gemessen wird, wo es tatsächlich am lautesten sei. Das geschehe bislang nicht.

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22 Kommentare
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  • 1
    2
    2PLUTO6
    13.02.2021

    Ich frage mich warum sich der Landrat vor einer Diskussion um das "goldene Kalb" drückt! Hat das vielleicht wieder mal was mit sehr sehr viel Geld zu tun?

  • 1
    4
    2PLUTO6
    12.02.2021

    Jeder Mensch hat ein "Recht" auf Ruhe und Erholung, und das an seinem Wohnsitz!