Schüler gestalten Märchen- und Tierhaftes

16 Mädchen und Jungen beteiligen sich an der 27. Kunstwerkstattwoche teilzunehmen - Schau zeigt die Ergebnisse

Zwickau.

Nach den Zwickauer Sagen zum 900-jährigen Stadtjubiläum im vergangenen Jahr und Äsops Fabeln im Jahr zuvor, standen in dieser Woche russische Märchen im Fokus der Druckgrafikwerkstatt für Kinder und Jugendliche des Zwickauer Kunstvereins, die seit Anbeginn im Jahr 1993 von Annette Fritzsch geleitet wird. Evelyn Loew, die seit vier Jahren die Werkstatt- woche organisiert, sagte am Freitag zur Vernissage im Zwickauer Landgericht, dass die farbigen Druckgrafiken der neun Mädchen sie an ihre eigene Kindheit erinnern würden. Im Kinderprogramm des Fernsehens haben sie samstags immer "Professor Flimmrich" angeschaut. "Am liebsten waren mir die russischen Märchen mit Väterchen Frost, der schönen Wassilissa, der verzauberten Marie und mit Babuschka, der Märchenerzählerin." Wie das Schmunzeln von Zwickaus Kulturamtsleiter Michael Löffler verriet, fühlte er sich wohl beim Erwähnen vom "Professor Flimmrich" ebenfalls in seine Kindheit versetzt. So ging es wohl auch einigen Großmüttern, -vätern und auch Eltern der 16jungen Künstler, die ihre Druckgrafiken aber auch Skulpturen präsentierten, die im Landgericht noch bis zum Beginn des neuen Schuljahres zu sehen sein werden.

"Der Hirsch mit dem Goldenen Geweih", ein ebenfalls sehr beliebtes Märchen, kannte die 14-jährige Ronja Müller bisher aber nur vom Namen her, umso begeisterter war sie von der Märchenvorlage, zu der sie eine sehr fein ausgearbeitete Druckplatte und damit auch tolle Druckgrafik erstellte. "Frau Fritzsch hat uns aber wie immer ganz tolle Tipps gegeben", sagt das Mädchen, das schon zum dritten Mal bei der Kunstwerkstatt dabei war.


Wirklich gute Hinweise erhielten auch die jungen Bildhauer, die sich allesamt zum ersten Mal im Bildhauen ausprobierte. "Wir hatten in diesem Jahr einen ungewöhnlich hohen Anteil an jungen Männern", sagte Evelyn Loew erfreut. Von ihrem Vorgänger Siegfried Wagner, erhielt sie unter anderem viel Lob für die Organisation.

"Da staunten wir auch, denn sonst sind die Mädchen immer in Überzahl, diesmal hatten wir sechs Jungs und nur ein Mädchen", sagte das Bildhauerehepaar Jiang Bian-Harbort und Sebastian Harbort, das sich über die Verschiedenartigkeit der von ihren Schützlingen gewählten Themen freute. Zu bewundern sind in der Ausstellung unter anderem sowohl ein Buddha als auch eine Fledermaus, ein Embryo und ein Spaßvogel. (lth)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...