"Schwarzem Haus" geht es an den Kragen

Abriss fast komplett über Fördermittel des Landes finanziert

Hohenstein-Ernstthal.

Bis nächste Woche soll das "Schwarze Haus" am Neumarkt von Hohenstein-Ernstthal endgültig aus dem Stadtbild verschwunden sein. "Es kommt aber auch darauf an, wie schnell die Abrissfirma vorankommt", sagt Bauamtsleiter Ulrich Weber. Das Unternehmen Püschel ist bereits seit Donnerstag dabei, das mittlerweile über 200 Jahre alte Gebäude einzureißen. Dabei müssen die Arbeiter vor Ort aber auch für die Sicherung des Dachgiebels am Nachbarhaus sorgen. Und nach erfolgtem Abriss heißt es dann, das Grundstück von den Überresten zu beräumen. "Ich rechne damit, dass das noch die ganze nächste Woche dauern wird", schätzt der Bauamtsleiter.

Über die vergangen zehn Jahre stand das sogenannte "Schwarze Haus" leer. Einst wurde es von den Besitzern auf diesen Namen getauft. Doch das verfallende Gebäude entwickelte sich immer mehr zu einem Sorgenkind der Stadt. Im Jahre 1900 soll es laut Bauamt das letzte Mal saniert worden sein. Irgendwann musste das Eckhaus schließlich abgesperrt werden. Der Beschluss zum Abriss fiel Anfang Februar 2020 im Stadtrat Hohenstein-Ernstthal.

Für den Abriss und die Gestaltung der Grünfläche erhielt die Stadt Fördermittel aus dem Landesprogramm "Brachenrevitalisierung/Brachenberäumung" in Höhe von 103.500 Euro. 11.500 Euro muss sie selbst beisteuern. Genaue Pläne zur Gestaltung des Fläche gebe es laut Weber derzeit noch keine.

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