Solaranlage kommt für neues Dach nicht infrage

Gemeinderat vergibt Bauauftrag für die alte Schule in Langenchursdorf

Langenchursdorf.

Die alte Schule in Langenchursdorf wartet seit Jahren auf eine neue Dacheindeckung. Jetzt hat der Callenberger Gemeinderat Nägel mit Köpfen gemacht und in seiner Sitzung am Montag mit Mehrheitsbeschluss den Bauauftrag dafür an eine Callenberger Firma vergeben. Sechs Angebote gab es, die klafften weit auseinander. Das preiswerteste lag bei 143.000, das teuerste bei 335.000 Euro.

"Die Maßnahme ist dringend nötig, wenn wir das Haus erhalten wollen. Seit etwa drei Jahren haben wir das Thema in der Verwaltung immer wieder ins Gespräch gebracht", sagt Langenchursdorfs Ortsvorsteher Frank Haupt (CDU). In den vergangenen Jahren wurde die aus Pappschindeln bestehende Eindeckung immer wieder notdürftig geflickt. Nun werden die Dachgauben ausgetauscht, Eindeckung, Blitzschutzanlage und Dämmung erneuert sowie der Dachstuhl ausgebessert. Das lässt sich die Gemeinde rund 143.000 Euro kosten.

Doch nicht alle Gemeinderäte halten die Lösung für perfekt. Peter Reichel (Die Linke) hätte sich gewünscht, dass auf dem Dach des Hauses Schulstraße 17 in dem Zusammenhang gleich eine Photovoltaikanlage installiert wird. Als Verfechter alternativer Energien hat er immer wieder dafür plädiert, bei allen Sanierungen an allen kommunalen Gebäuden diese Möglichkeit mit zu prüfen. Das war von der Gemeinde auch bei der alten Schule ins Kalkül gezogen worden. Allerdings gebe das die Statik der Dachkonstruktion einfach nicht her, wusste Gemeinderat Carsten Mader (CDU), der in Abwesenheit von Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) als Stellvertreter die Sitzung leitete. Ein Neuaufbau der kompletten Dachkonstruktion hätte zudem erhebliche Mehrkosten verursacht.

Auch Gemeinderat Hendrik Stiegler (Freie Bürger Callenberg) machte kein Hehl daraus, dass die Investition für seinen Geschmack unverhältnismäßig erscheint. "Teure Sache im Vergleich zur Nutzung durch wenige", sagt er. In der alten Schule ist das Museum "Pionierflugschanze Langenchursdorf" untergebracht, ein kleines Heimatmuseum und der Frauenbund. Modedesignerin Katja Polotzek nutzt Räume, ebenso der Künstler Klaus Kux, der erst wieder durch den Entwurf für den neuen Kreisverkehr an der B 180 in Callenberg von sich reden gemacht hat.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...