Spielplatz auf Edelstahl-Füßen

Viele Spielgeräte in Lichtenstein haben ein Problem: Sie sind aus Holz. Das rottet mit der Zeit nun mal weg. Anders das neue Klettergerüst in der Ernst-Schneller-Siedlung.

Lichtenstein.

Am Klettergerüst muss man anstehen. Einer nach dem andern schiebt sich auf allen vieren über das Netz Richtung Rutsche. Unten verteilt Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) Gummibärchen. Auf dem Spielplatz in der Lichtensteiner Ernst-Schneller-Siedlung wuseln bunt gekleidete kleine Menschen durcheinander. Der wurde nämlich am Donnerstagvormittag eröffnet, und gleich aus mehreren Lichtensteiner Kindertagesstätten kamen die künftigen Nutzerinnen und Nutzer angeströmt.

Der Spielplatz in der Plattenbausiedlung ist die erste Maßnahme, die mit der Landespauschale finanziert werden konnte: Von 2018 bis 2020 bekommen Kommunen jeweils bis zu 70.000 Euro, zur freien Verfügung. 10.000 Euro aus diesem Topf sollten für den Spielplatz verwendet werden - das hatte die Fraktion der Linken im Stadtrat vorgeschlagen. Je 5000 kamen von der Lichtensteiner Wohnungsgenossenschaft und der Städtischen Wohnungsgesellschaft. Der städtische Bauhof hat die Sitzflächen der Betonbänke erneuert und den Sandkasten neu eingefasst.


Bei den Kindern jedenfalls kommen die neuen Geräte gut an. Ein paar Meter neben dem Klettergerüst testen zwei die Wippe - die gibt es nämlich in ihrer Kita nicht. Daneben steht Gudrun Lingen, Leiterin der Kita "Knirpsenland". Die liegt quasi nebenan - und hat im Garten selbst keine Wippe. "Die Kinder haben Bagger und Bauprozess aufmerksam verfolgt", sagt sie. Ganz niedergeschlagen seien sie gewesen, als das alte Klettergerüst vor Monaten gesperrt werden musste.

Es stammte von 1996, erklärt Bürgermeister Nordheim, und war immer wieder teilsaniert worden. Irgendwann aber sei es nicht mehr sicher gewesen. Ein Schicksal, dass auch das Spielgerät am Neumarkt hat, das die Stadt nun ebenfalls sperren musste. "Wir hoffen, dass wir es bis zum Rosenfest noch mal repariert bekommen, dann muss irgendwann ein neues her", so Nordheim. Das Problem: Viele der Spielgeräte sind aus Holz, und das rottet mit der Zeit eben weg. Das Klettergerüst in der Schneller-Siedlung steht deshalb nun auf Edelstahl-Füßen.

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