St. Egidien drängt auf Fußwegebau

Der Freistaat hat in den vergangenen Wochen ein Straßenstück in St. Egidien erneuert. Einen Fußweg gibt es trotzdem nicht.

St. Egidien.

Der St. Egidiener Gemeinderat hat am Donnerstagabend im Zusammenhang mit der Haushaltsdebatte Mittel in Höhe von erst einmal 15.000 Euro für den Ankauf von Flächen eingeplant. Damit soll irgendwann ein Fußwege-Problem im Ort behoben werden.

Diesen Antrag stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das Fehlen von Fußwegen an der stark befahrenen Ortsdurchfahrt sehen die Fraktionsmitglieder als enormen Risikofaktor an. Es geht vor allem um den Bereich Lungwitzer Straße Hausnummern 93 bis 104. Dort ging erst vor wenigen Tagen das Baugeschehen zu Ende. Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr hatte dort eine Stückmauer auf der Straßenseite zum Lungwitzbach errichten lassen, weil sich der Straßenkörper in Richtung Bach absenkte. Parallel zum Stützmauerbau waren die Uferböschung stabilisiert und die Asphaltdecke der Fahrbahn gleich mit erneuert worden.

Bei der Maßnahme hätte sich angeboten, gleich einen Fußweg mit anzulegen. Bürgermeister Uwe Redlich (parteilos) hatte deswegen mit beim Landesamt angefragt. Doch das habe abgelehnt. Außerdem seien da einige Grundstücksfragen zu regeln. "Die Grundstücksgrenze ist hier nicht gleich die Asphaltkante", so Redlich.

Gerhard Sonntag (Die Grünen) will trotzdem Vorlauf schaffen. Er drängte darauf, Mittel einzustellen, um die notwendigen Flächen für den Fußwegebau kaufen zu können. "Sollte sich der Freistaat irgendwann zum Bau entschließen, befinden sich die Flächen schon in unserem Besitz." Damit wären die Grundlagen geschaffen. Die Kommune würde die Flächen dann an den Freistaat geben.

Ein Problem sieht Ortchef Redlich aber noch: "Wir wissen ja noch nicht, wie die Grundeigentümer darüber denken." Die müssten natürlich mitspielen und die Flächen verkaufen. Von dem Antrag war die Mehrheit der Gemeinderäte überzeugt und stimmte zu.

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