Stadtwerke machen Gewinn und haben einiges vor

Die städtische Tochterfirma will die Grundrisse einiger ihrer Wohnungen vergrößern, um junge Mieter zu locken.

Oberlungwitz.

Die Stadtwerke Oberlungwitz stehen nach eigener Aussage gut da und haben viel vor. Das Tochterunternehmen der Stadt will seinen Wohnungsbestand weiter aufwerten. Einige Maßnahmen kündigte Geschäftsführer Volker Brabandt an, der in der jüngsten Stadtratssitzung auch den Jahresabschluss 2018 vorstellte. Als nächstes Großprojekt steht laut Brabandt der Anbau von insgesamt fünf Aufzügen am Wohnblock an der Robert-Koch-Straße 24 an. "Das war eigentlich etwas schneller geplant", sagte Brabandt. Doch durch die hohe Auslastung unter anderem bei Planern hat sich das Projekt etwas verzögert.

Pro Aufzug werden Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro erwartet. Auf dem Parkplatz vor dem Wohnblock hatten die Stadtwerke vor einigen Wochen eine Schranke installiert, was für einige Diskussionen sorgte. Die haben sich nach den Worten des Stadtwerkechefs aber gelegt. Laut Dorothée Winkler-Schmidt, Leiterin des benachbarten Kindergartens, haben sich die Eltern bei ihrem Bringe- und Abholverkehr per Auto weitgehend an die neuen Bedingungen angepasst.

Fassadensanierungen unter anderem in der Abteisiedlung beschäftigen die Stadtwerke derzeit ebenfalls, genauso Arbeiten an Außenanlagen und die Modernisierung des Wohnungsbestandes. "Es sind Größen um die 100 Quadratmeter gefragt", erklärte der Stadtwerkechef. Diese sind in den Plattenbauten durch Zusammenlegung und Neuzuschnitte von Wohnungen realisierbar. Das bedeutet zwar einigen Aufwand, aber es sei nötig, um auch jüngere Mieter anzuziehen. Perspektivisch seien im Wohngebiet an der Robert-Koch-Straße auch Dachsanierungen nötig. In diesem Zusammenhang gibt es auch Überlegungen, Fotovoltaikanlagen auf den Dächern zu errichten. Konkret sind die Pläne aber noch nicht.

Bei der geplanten Modernisierung des Heizhauses sollen verstärkt ökologische Aspekte eine Rolle spielen. Das Heizhaus beliefert nicht nur die Plattenbauten mit Wärme, sondern beispielsweise auch den neu eröffneten Wohnpark Kunze. Der Wärmeverkauf ist neben der Vermietung von eigenen Wohnungen und der Verwaltung fremder Objekte ein wichtiger Geschäftsbereich der Stadtwerke, für die 2018 ein erfolgreiches Geschäftsjahr war. Laut Volker Brabandt wurde ein Überschuss von rund 440.000 Euro erwirtschaftet, der in die geplanten Investitionen fließen soll. Deshalb wird die Stadt laut Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) auch keine Abschöpfung der Gewinne zugunsten der Stadtkasse anstreben.

Die Leerstandsquote der Stadtwerke-Wohnungen liegt bei 9,2 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um zwei Prozentpunkte darstellt. Sachsenweit liegt der Wohnungsleerstand bei den Großvermietern nach Angaben von Volker Brabandt bei 14,5 Prozent.

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