Stützmauerbau startet mit Verzögerung

Seit Tagen ist die Untere Hauptstraße in Rüsdorf vollgesperrt. Zum Ärger der Autofahrer. Denn gebaut wurde dort noch nichts.

Rüsdorf.

Die Vollsperrscheibe an der Unteren Hauptstraße in Rüsdorf untersagt das Befahren der Baustelle. Gitter und Warnzäune sperren den Baustellenbereich ab. Aber nichts passiert, weit und breit kein Bauarbeiter zu sehen. Die Autofahrer wundern sich. Mancher riskiert es, trotz der Vollsperrung den Straßenbereich zu passieren, um sich die Umleitung zu ersparen.

Bürgermeisterin Roswitha Müller (FDP) wusste am Donnerstag nicht viel mehr: "Das ist eine Staatsstraße, das liegt im Verantwortungsbereich des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Dresden. Uns ist nur angezeigt worden, dass die Baumaßnahmen vom 30. Juli bis zum 30. September dauern sollen. Mehr weiß ich auch nicht."

Am Freitag regte sich dann etwas. "Die Bauarbeiter haben tatsächlich erst mit Verzögerung beginnen können. Aber jetzt geht es los", sagte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Dresden. Nach deren Angaben muss auf einem größeren Teilstück der Staatsstraße 252 - zwischen den Grundstücken mit den Hausnummern 34 und 35 - die Mauer des Lungwitzbaches instand gesetzt werden.

Anwohner können sich noch erinnern, dass die Stützwand erst Mitte der 1990er-Jahre gebaut worden war. Jetzt müssen die Bauleute schon wieder ran. Das Bauwerk hat offenbar nach mehreren Hochwasserereignissen gelitten. Es weist Schäden an der Wandseite auf, die die Standsicherheit beeinträchtigen können. Durch das Hochwasser 2013 seien die Schäden noch verstärkt worden, so die Sprecherin. Der oberflächliche Zersatz der Stützwand wird auf der Bachseite abgetragen, anschließend Spritzbeton aufgetragen, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Außerdem wird es einen Unterspülschutz geben. Dafür werden Steine aufgeschüttet. Für die Dauer der Arbeiten bleibt die Straße komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die S 255 St. Egidien und die B 180/B 173 Bernsdorf.

Die Kosten betragen rund 275.000 Euro. Dafür kommt der Freistaat zu 100 Prozent auf - und zwar aus Sondermitteln zur Hochwasserschadensbeseitigung.

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