Über 1000 ausrangierte Bäume lodern an drei Orten

In Wüstenbrand, Oberlungwitz und Gersdorf wurden am Wochenende Millionen von Tannennadeln verbrannt. Der Oberlungwitzer Feuerwehrverein will einen neuen Baum pflanzen, während die Besucher in Wüstenbrand ähnliche Ideen hatten.

Wüstenbrand/Oberlungwitz.

Die Freiwillige Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Wüstenbrand haben mit rund 30 Helfern am Samstag dafür gesorgt, dass das traditionelle Winterfeuer am Gerätehaus ein Erfolg wurde. "Wir sind zufrieden. Es sind viele Leute da und der Verkauf läuft richtig gut", sagte Wehrleiter Jens Börnig am Abend. Über den Erlös der Veranstaltung, dessen Höhe noch nicht genau feststeht, wollen die Veranstalter aber nicht allein entscheiden. "Die Bürger sollen mitentscheiden. Das ist sicher gut für so eine Veranstaltung", sagte Börnig.

Die Besucher konnten kleine Zettel mit Vorschlägen für die Verwendung der Erlöse in einem ausrangierten Feuerlöscher werfen. 16 Vorschläge gingen ein. Feuerwehr und DRK wollen nun darüber diskutieren und eine Auswahl treffen. Die Vorschläge waren vielseitig und reichten von der Unterstützung lokaler Kindereinrichtungen über die Kinderkrebshilfe bis hin zum Wünschewagen für schwerkranke Menschen oder einer neuen Gulaschkanone für die Feuerwehr.

"Wir selbst hatten diesmal keine wirklich guten Ideen mehr", sagte Jens Börnig. Denn das Winterfeuer gab es schon zum 17. Mal und es wurden bereits unterschiedlichste Aktionen unterstützt. Der Erlös der Veranstaltung lag meist über 1000Euro. Während die insgesamt rund 500 von der Feuerwehr eingesammelten Weihnachtsbäume loderten, machten sich einige Besucher offenbar auch über neue Bäume Gedanken. Denn ein Ersatz für den Tannenbaum am Rathaus, der bei einem Sturm 2018 umgestürzt war, sowie die Idee für andere Anpflanzungen fanden sich ebenfalls unter den Vorschlägen.

Der Oberlungwitzer Feuerwehrverein kündigte am Samstag bereits an, dass er vom Erlös des Feuers einen Baum kaufen will, der in der Stadt gepflanzt wird. "Das würden wir gern zu einer Tradition machen", sagt der Vereinsvorsitzende Robert Winkler.

Damit soll zumindest symbolisch auch ein Teil des CO2 aufgenommen werden, dass bei den Baumverbrennungen freigesetzt wird. Im Vorfeld des Feuers hatte ein Stadtrat die Weihnachtsbaumfeuer kritisiert. Insgesamt sammelte der Feuerwehrverein mit Unterstützung des Bauhofes mehr als 600 Bäume ein, was eine Steigerung zum Vorjahr war. Auch die Besucherresonanz stimmte, sodass die Erlöse der Veranstaltung gut ausfallen dürften. Davon sollen laut Winkler auch die Oberlungwitzer Kindereinrichtungen profitieren. Eine Erweiterung für das digitale Meldesystem der Feuerwehr sowie ein Einsatzzelt hatte der Verein aus den Erlösen seiner Veranstaltung ebenfalls schon finanziert.

Erfolgreich verlief auch das Neujahrsfeuer in Gersdorf, wo sich an den beiden Verkaufsbuden lange Schlangen bildeten. Der Erlös kommt der Jugendfeuerwehr zugute, die laut Jugendwart Thorsten Knöbel derzeit 24 Mitglieder hat.

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