Ungekrönte Marmeladenkönigin auf Weihnachtsmärkten präsent

Von einem Pfarrer, der sich im Bergbau auskennt, einem Ehepaar, das 120-jähriges Firmenjubiläum feiert, und einem Sammler mit Sinn für Weihnachten.

Frank Nötzold (41), Pfarrer in Wüstenbrand und in der Ernstthaler Trinitatisgemeinde, hat heute eine besondere Aufgabe. Er ist bei der Mettenschicht des Freundeskreises Geologie und Bergbau am Lampertusschacht für die Bergpredigt verantwortlich. "Mit dem Bergbau bin ich ja schon bei meiner ersten Pfarrstelle in Jöhstadt in Berührung gekommen", sagt Nötzold, der schon bei Mettenschichten predigte. Auch in seiner Heimatstadt Zwickau spielte der Bergbau einst eine wichtige Rolle, doch selbst ist Nötzold zu jung, um noch etwas davon erlebt zu haben. An den richtigen Worten für die Andacht wollte er gestern noch ein wenig feilen, denn ihm ist es wichtig, dass in der Predigt der Glauben eine Rolle spielt, aber auch nichtchristliche Zuhörer angesprochen werden. Das Gelände am Lampertusschacht öffnet heute, 15.30 Uhr, seine Pforten für Besucher. Das offizielle Programm mit Bergaufzug, Grubenbericht und Bergpredigt beginnt um 16.30 Uhr. (mpf)

Eva Melzer, Deutschlands ungekrönte Marmeladenkönigin, wird am Heiligabend so manchen Gabentisch mit ihren Marmeladen-Kreationen komplettieren. Am vergangenen Wochenende war die Hohenstein-Ernstthalerin mit ihrem Sortiment auf dem Weihnachtsmarkt in Waldenburg vertreten. Zurzeit bereichert sie außerdem mit ihrem Stand noch bis 11. Dezember den Schwarzenberger Weihnachtsmarkt. Die umtriebige Geschäftsfrau, die den Laden "Holunder & Co" in der Hohenstein-Ernstthaler Herrmannstraße 52 betreibt, gilt in der Marmeladen-Branche längst als das Maß der Dinge unter den Manufakturen. Sie ist mehrfache Siegerin des Marmeladen-Castings, den die Berliner Spezialitäten-Agentur Manufaktur Helden seit 2002 jährlich veranstaltet. 2015 sahnte die Marmeladen-Feinschmeckerin mit ihrem Produkt "Himbeere mit Prosecco und weißer Schokolade" den Siegerpokal ab. Bei der Grünen Woche im Januar in Berlin machte zwar "Scharfer Hohensteiner" nicht das Rennen, aber der Fruchtaufstrich aus Sauerkirsche, Schoko und Chili holte Bronze. Eva Melzer ist quasi im doppelten Sinne rührig. Denn sie kocht ihre Marmeladenkreationen im Handbetrieb - also mit ausdauerndem Rühren. (hpk)

Matthias Lahl (59) und seine Ehefrau Gudrun (61) haben für ein paar Tage ihre Drogerie und Parfümerie in Lichtenstein wieder aufgemacht. "Wir begehen ja in diesen Tagen unseren 120. Firmengeburtstag", sagte gestern Matthias Lahl. "Da wollten wir unseren treuen Lichtensteiner Kunden noch einmal eine Freude machen." Heute und morgen zum Weihnachtsmarkt haben sie ihr Geschäft in der Ernst-Thälmann-Straße wieder auf. Im vergangenen Jahr hatte das Ehepaar das Geschäft in Lichtenstein zugemacht, dafür in Hohenstein-Ernstthal in der Weinkellerstraße ein neues eröffnet. Jetzt wurde die Firma 120. Matthias Lahl stolz: "Mein Urgroßvater Albin Lahl gründete am 1. Dezember 1896 in der Glauchauer Straße ein Lebensmittel- und Kolonialwarengeschäft." (erki)

Klaus Haubold (75), Briefmarkensammler aus Mülsen, stellt seit gestern anlässlich des Beginns des Glauchauer Weihnachtsmarktes, in der St. Georgenkirche aus. "Philatelie und Weihnachten" ist das Motto der Schau. Sie zeigt Marken mit Abbildungen von Räuchermännern und Nussknackern. Hinzu kommen einige Sonderumschläge. Komplettiert wird die Schau mit Bildern zum Thema Krippe. Zu sehen sein werden die Exponate bis Jahresende. Haubold ist übrigens auch an der großen Weihnachtsausstellung im Esche-Museum in Limbach-Oberfrohna beteiligt. Passend zur Adventszeit werden dort ebenfalls Briefmarken mit weihnachtlichen Motiven gezeigt: Die Krippe mit dem Jesuskind sowie Engel gehören ebenso dazu wie der Weihnachtsmann und Schwib- bögen. (sto)

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