Unwetter hinterlässt Schäden

Sturmböen, heftige Regenfälle und Blitzstakkato haben am Mittwochnachmittag vor allem die Helfer der Feuerwehren auf Trab gehalten.

St.Egidien/Lichtenstein/Oberlungwitz.

Ein schweres Gewitter hat am Mittwochnachmittag in der Region größere Schäden nach sich gezogen. Während es unablässig blitzte und donnerte, wurden durch Sturmböen zahlreiche Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt. Der Blitzanalyse auf der Webpräsenz von Kachelmannwetter zufolge blitzte es zwischen 15.30 Uhr und 15.40 Uhr ganze 947-mal aus der Gewitterzelle, während sie in nordöstlicher Richtung über den Altkreis Hohenstein-Ernstthal hinwegzog.

In St. Egidien musste die Feuerwehr unter anderem an die Verbindungsstraße nach Lichtenstein ausrücken, wo ein abgeknickter Ast die halbe Straße versperrte. Etliche weitere Bäume hielten dem Sturm nicht stand und an verschiedenen Stellen wurde außerdem Schlamm auf die Straßen gespült. Im Ortsteil Kuhschnappel, der offenbar direkt in der Zugbahn des Unwetters lag, versperrte ein großer Baum eine Hofeinfahrt und beschädigte die Telefonleitung. Die Lichtensteiner Feuerwehr hatte ebenfalls mehrere Bäume zu beseitigen. Am Chemnitzer Berg fielen sogar große Eichen um.


Wie Nicky Reichel, Wehrleiter der Oberlungwitzer Feuerwehr mitteilte, fiel an der Poststraße ein Ast in die Stromleitung, die beschädigt wurde. An anderen Stellen mussten weitere Äste beräumt werden. Die Hohenstein-Ernstthaler Feuerwehr war unter anderem an der B180 und an der Diesterwegschule in Wüstenbrand im Einsatz.

Die Bundesstraße 173 war am Nachmittag zwischen Mülsen und Zwickau an der Steigung hinauf zur Lippoldsruh nicht befahrbar, dort hielten gleich mehrere Bäume am Fahrbahnrand den Witterungsbedingungen nicht stand und folgten der Schwerkraft.

Auch auf der Autobahn 4 war nach dem Unwetter das Gebot des Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung für Kraftfahrer relevant. Also: ständige Vorsicht. Zwischen den Anschlussstellen Wüstenbrand und Limbach-Oberfrohna war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt.

Zugreisende zwischen Zwickau und Chemnitz wurden nicht nur durch den zeitraubenden Schienenersatzverkehr zwischen Glauchau und Hohenstein-Ernstthal auf eine Geduldsprobe gestellt. Mehrere Fahrgäste berichteten davon, dass zwei Blitze in einen fahrenden Zug einschlugen, der daraufhin stromlos noch in den Bahnhof Glauchau rollte. Die Mitteldeutsche Regiobahn bestätigte Störungen, die durch Blitzeinschläge in Oberleitungen verursacht worden waren. (mit sto)

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