Virtuell durch die Miniwelt

Die Lichtensteiner Freizeiteinrichtung setzt in der Coronakrise auf virtuelle Rundgänge und stößt damit auf viel Resonanz.

Lichtenstein.

Seit einigen Tagen gibt es virtuelle Rundgänge durch den Miniaturlandschaftspark, bei denen jeder sich die kleine große Welt ins Wohnzimmer holen kann: Die Video-Clips aus dem Park bieten Blütenpracht, freilich ohne Duft, ausgewählte Modelle sowie Insiderinformationen zur Entstehung der Nachbauten und zur Geschichte der Originale.

CDU-Stadtverbandschefin Dagmar Hamann fand die Idee so cool, dass sie die Aktion gleich auf der Internetseite des Stadtverbandes verlinkt hat. "Trotz Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen sind wir derzeit noch weit entfernt von der Normalität", sagt sie. Das frühlingshafte Wetter wecke den Wunsch zum Verreisen. Das sei derzeit kaum möglich. Mit der Miniwelt-Aktion schenken die Initiatoren den Menschen kleine Lichtblicke, so Dagmar Hamann.

Regelmäßig sind jetzt neue Video-Botschaften auf der Facebook-Seite der Miniwelt zu finden. Die Texte sind auch für Kinder gut verständlich. Sie werden von Marketingchefin Claudia Schmidt ausgetüftelt und mit charmanter Stimme eingesprochen. "Ich hätte nicht gedacht, dass das so aufwändig ist. Manche Texte muss ich dreimal einlesen", sagt sie.

So erfahren die Nutzer zum Beispiel, warum das norddeutsche Bauernhaus derzeit durch ein Netz geschützt wird. Logisch: Vögel können bei der Dacheindeckung kaum widerstehen - perfektes Material für den Nestbau.

Die Videoclips sind kurz, der längste dauert gerade einmal drei Minuten. Und sie sollen bewirken, dass die Leute die Miniwelt im Gedächtnis behalten. Gute Erfahrungen hat die Miniwelt mit solchen Clips schon früher gemacht. Allein "Miniwelt bei Nacht" ist fast 5000 Mal angeklickt worden. Witzig auch die Idee, den virtuellen Rundgang mit Musik zu unterlegen. Akkordeonspieler Dennis Karatas lässt dabei jeweils die zum Modell passenden Noten aus der Quetschkommode. So erklingt beim Brandenburger Tor die "Berliner Luft", die so schön pufft, und "Katjuscha" an der Basilius-Kathedrale. Wie es weitergeht, da lässt sich Claudia Schmidt einfach von der Muse küssen. "Man braucht ja auch immer erst einmal eine Idee."

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