Wald beschert Kommune Minus

Hohenstein-Ernstthaler Forst macht Sorgen

Hohenstein-Ernstthal.

Die Stadt Hohenstein-Ernstthal hat mit den Wäldern, die in ihrem Besitz sind, eine schwere Hypothek zu tragen. Das geht aus dem Wirtschaftsplan für 2021 hervor, der vom Staatsbetrieb Sachsenforst erarbeitet und dem Rathaus vorgelegt wurde. Am kommenden Dienstag wird der Stadtrat auf seiner Sitzung über den Plan in Kenntnis gesetzt.

So geht die Prognose von einem negativen Ergebnis für das Jahr 2021 aus. Wie hoch das Minus sein wird, darüber wurde bislang offiziell noch nicht informiert. Hohenstein-Ernstthal hat derzeit rund 64 Hektar Waldflächen in ihrem Besitz. "Durch das Überangebot an Schadholz in ganz Deutschland sowie in angrenzenden europäischen Ländern befindet sich der Holzpreis auf einem Tiefpunkt. Der fehlende Absatz und die teilweise nicht ausreichend vorhandene Unternehmerkapazität erschweren die Käferholzsanierung", heißt es in dem Bericht des Staatsbetriebes Sachsenforst. Trotz der widrigen Umstände bestehe für die Waldbesitzer aber die gesetzliche Verpflichtung, Schadholz aus den Waldbeständen zu entfernen, um einer weiteren Ausbreitung von sogenannten Schadorganismen zu verhindern.

Die Situation in den Wäldern habe sich demnach in diesem Jahr nicht entspannt, heißt es weiter. Die diesjährigen Niederschläge hätten nicht ausgereicht, um in die tieferen Bodenschichten vorzudringen. Die verdorrten Böden würden es den Borkenkäfern und anderen Schädlingen leicht machen. (erki)

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