"Wandernder Bauzaun" nun vor Esda

Museum und Verein führen Projekt weiter

Gegenüber dem Lichtensteiner Bahnhofsgebäude steht jetzt der "Wandernde Bauzaun". An ihm sind Plakate angebracht, die über die ungenutzten Fabrikgebäude in diesem Areal informieren. Hier befand sich einst die größte Strumpfwirkerei Lichtensteins, die von der Mitgliedern der Unternehmerfamilie Bahner aus Oberlungwitz gebaut wurde. Die ersten Gebäude entstanden bereits 1889. Nach einem Brand wurde 1922 ein Neubau errichtet, mit dem die heutige Größe des Standortes erreicht wurde. 1946 wurden die Besitzer enteignet.

In Erinnerung geblieben sind aber vor allem die Firmennamen Esda und FSO, die zu DDR-Zeiten Strumpfwaren produzierten. Doch seit Anfang der 1990er Jahre sind die denkmalgeschützten Gebäude leer. In den vergangenen Tagen rollten Baumaschinen auf dem Areal an. Der "Wandernde Bauzaun" ist ein Projekt des Stadtmuseums und des Geschichtsvereins in Lichtenstein anlässlich des Sächsischen Jahres der Industriekultur. "Inzwischen befindet sich an dem Bauzaun auch ein Briefkasten, in den Meinungen, Hinweise und Ideen zum Projekt eingeworfen werden können", teilt Museumsleiterin Anne-Sophie Berner mit. Ein Bilderrätsel gibt es im Rahmen des Projektes ebenfalls. An insgesamt zehn verschiedenen Standorten soll über die Lichtensteiner Industriegeschichte informiert werden. (mpf)

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