War Caspar David Friedrich am Werk?

Fast wie eine Landschaftsmalerei des berühmten Künstlers der Frühromantik wirkt dieses idyllische Foto vom Pfaffenberg. Es ist Sonntag, irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr. Wie Watte schiebt sich eine dichte Nebelwand aus dem Lungwitztal empor. Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz verschwinden nach Sonnenaufgang im Nebel. Nur zirka 100 Meter Höhenunterschied entscheiden hier über Licht und Schatten. Es ist eine Idylle, die Ruhe und Gelassenheit versprüht. Im Gegenlicht der aufgehenden Sonne steht die einsame Silhouette eines Besuchers, oder einer Besucherin? Worüber denkt sie nach? Was bewegt diese Person, die ihren Blick über das Nebelmeer in Richtung Erzgebirge schweifen lässt? Hätte Caspar David Friedrich eine Kamera zur Hand gehabt, wer weiß, vielleicht wären damals genau solche Fotos entstanden. Denn die schönsten Bilder malt die Natur selber, für den Maler oder Fotografen gilt es dann, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. (akli)

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