Warum der Fuhrpark nicht grüner wird

Stadtrat lehnt alternative Antriebe für Fahrzeuge ab

Hohenstein-Ernstthal.

Der Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal hat auf seiner jüngsten Sitzung zwei Anträge der Fraktion Die Linke/Pro Hot abgelehnt. Neben dem abgeschmetterten Antrag zur Gebührenerhöhung in Zusammenhang mit den Hexenfeuern stimmten die Stadträte mehrheitlich auch gegen den Linken-Antrag, "den stadteigenen Fuhrpark bezüglich einer möglichen Umstellung - bei Neuerwerb - auf zukünftige Personenkraftwagen mit Elektro- und Hybridantrieben zu überprüfen". Im Klartext: Die Verwaltung soll anhand der gefahrenen Kilometer überprüfen, welche Antriebsart sich beim Kauf eines neuen Fahrzeuges eignet. "Auch die Wirtschaft erkennt immer mehr, dass ein dauerhaftes Festhalten am Status quo auf Dauer nicht ausreicht. So finden sich auch in unserer Heimatstadt Firmen, welche auf den Wandel setzen und einen ökologisch-ökonomischen Weg gehen wollen", begründet die Fraktion.

"Das ist der Versuch, sich ins Gespräch zu bringen", sagte dazu AfD-Fraktionschef Hartmut Pfau. Auch CDU-Fraktionschef Dirk Trinks war gegen den Antrag. Er sagte: "Wir brauchen niemanden, der da etwas prüft. Dafür gibt es das Rechnungsprüfungsamt." Allerdings gab es auch Unterstützung für die Linken. Stadträtin Heike Riedel (Grüne/SPD): "Was spricht eigentlich gegen den Antrag?" Am Ende stimmten 17 Räte gegen, fünf für den Antrag. (erki)


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