Warum wird der Arbeitsalltag der DDR manchmal so verklärt?

Menschen hinter der Landesschau: Jahrzehntelang haben sie in den volkseigenen Betrieben des Arbeiter- und Bauernstaates gearbeitet. Das war ihr Lebenswerk. Aber deswegen war nicht alles gut.

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3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    2
    Freigeist14
    22.02.2020

    Spricht man in 30 Jahren auch von Verklärung ,wenn man den Arbeitsalltag von heute trotz Mindestlohn , unbezahlter Überstunden ,launischen Vorgesetzten , Überlastung und angespanntem Klima als schön bezeichnen wird ?

  • 15
    5
    Interessierte
    21.02.2020

    "War in der DDR wirklich alles besser?
    "Warum wird heute so viel verklärt?"
    (für meine Begriffe wird nichts verklärt , nur will man das heute nicht wissen , was und wie es wirklich war , verklärt - wird die Wahrheit über die DDR

    "Dazu der harte Alltag als Familienmutter nach der Arbeit im Betrieb. Zu Hause mussten die Familienmütter sozusagen ihre zweite Schicht absolvieren.
    ( wie machen das denn die Politiker´innen , welche von früh bis abends im Bundestag sitzen und lange Reden halten und dazu noch zu den Bürgern nach hier und da fahren ?

    "Zur Landesschau in diesem Jahr werden auch Verpackungen von DDR-Strumpfhosen ausgestellt,
    ( und in den Verpackungen waren auch Strümpfe drinne , welche sogar in den Westen geliefert wurden und dann wieder in den Osten zurück geschickt wurden , worüber man sich dann gefreut hatte , aber nicht , weil es hier keine gab , ( das wird auch verklärt ) , sondern weil man sich dann keine kaufen mußte für 15 Mark , wo die doch im Westen nur 1,99 kamen ….

  • 24
    2
    Hankman
    21.02.2020

    Ich weiß nicht, ob der Arbeitsalltag in der DDR heute wirklich sooo verklärt wird. Aber fakt ist: Das machen Menschen so. In der Rückschau erinnert man sich stets mehr an das Positive als an das, was schlecht war. Das wird uns allen mit unserem jetzigen Arbeitsalltag auch mal so gehen. Und manchmal sind es sicher nicht nur die Verklärung oder die ruppige Nachwendezeit mit Umbrüchen und Arbeitsplatzverlust, die die Vergangenheit rosiger erscheinen lasen - sondern der Vergleich mit heutigen Arbeitsbedingungen. Viele fühlen sich ausgenutzt, gestresst, überfordert, benachteiligt, beklagen Konkurrenzdenken, fehlenden Zusammenhalt und mangelnden Respekt vor dem Einzelnen und seiner Leistung. Da sehnt sich mancher zurück. Wenn man genauer nachdenkt, fällt einem aber wieder ein, was einen im DDR-Betrieb gestört hat: schlechte Organisation, nicht nachvollziehbare Entscheidungen, verkrustete Strukturen, fehlendes Material, oft veraltete Technik und heruntergekommene Gebäude. Nein, ich will nicht zurück. Aber auch heute ist bei weitem nicht alles gut.