Was Moped-Rocker mit einem kleinen Mädchen verbindet

Von einem schnellen Senior auf zwei Rädern, Spendern aus Politik und Bikerszene sowie einer Frau mit dem guten Draht zur Jugend und nach ganz oben

Lothar Neukirchner (61) freut sich immer, wenn er am Sachsenring mal ein paar schnelle Runden drehen kann. Denn dort hat der Thalheimer, der noch immer dieser wortkarge Typ mit ruhiger Ausstrahlung ist, seine großen Erfolge eingefahren. 1987, 1988 und 1989 holte er sich in der Klasse bis 250 ccm den DDR-Meistertitel. Der Sieg beim Rennen am Sachsenring 1989 ist ihm genauso in Erinnerung geblieben wie der Start mit der Harris Yamaha 1994 in der Motorrad-Weltmeisterschaft vor tollen Traumkulissen. Fünf Rennen hat er damals bestritten und erreichte beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim mit Rang 19 seine beste Platzierung. Mit seiner Yamaha TZ 750 konnte er diese Woche bei Trainings- und Einstellungsfahrten auf der WM-Rennstrecke die Technik testen. Dort war er in den Pausen ein gefragter Gesprächspartner der alten Strategen. Weil die Knie inzwischen nicht mehr so gut mitspielen, beschränkt er die Fahrerei auf ein Minimum. "Vom Motorradfahren komme ich trotzdem nicht los", sagt er. Den Sachsenring wollte er sich freilich entgehen lassen. Sein letztes richtiges Rennen ist er 2019 beim 57. Internationalen Frohburger ADAC Dreieckrennen gefahren, damals aber mit der Yamaha TZ 350. Nach acht Runden rollte er auf Rang 13 von 20 Startern im Rennen der Zwei-Takt-Klassiker durchs Ziel. (hpk)

Die "Ridin Crocs" vom Sachsenring wissen nicht nur, wie man feiert oder mit den Mofas, die Markenzeichen der ungewöhnlichen Bikertruppe, für Aufsehen sorgt. Sie können auch Spenden sammeln. Die Partys, deren Erlös die Truppe schon für verschiedenste gemeinnützige Zwecke gespendet hat, sind derzeit zwar nicht möglich, aber mit guten Ideen kann trotzdem Geld gesammelt werden. Im Mai begann der "Spendathlon", bei dem die Fans der "Ridin Crocs" per Internetaufruf zum Laufen und Radfahren animiert wurden. "An unserem 20-tägigen Spendathlon haben sich 150 Personen beteiligt", berichtet Steve Bene, einer der Macher der Aktion. Ein Teil war lediglich als Spender dabei, doch 109 Aktive legten insgesamt reichlich 21.000 Kilometer auf dem Rad und mehr als 5100 Kilometer zu Fuß zurück. Für die besten Hobbysportler gab es Preise. Die Teilnehmer überwiesen eine Startgebühr und zusammen mit weiteren Spenden kamen 3600 Euro für die Familie von Nora Vanis aus Oelsnitz zusammen. Das Mädchen leidet an einer bisher noch nicht genau diagnostizierten geistigen Behinderung und soll mit einer Delfintherapie Hilfe bekommen. Die kostet allerdings etwa 12.000 Euro, weshalb eine Spendenaktion gestartet wurde. (mpf)

Marco Wanderwitz (CDU), Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär, hat am Mittwoch in seiner Heimatstadt Hohenstein-Ernstthal eine Spende von chirurgischen Gesichtsmasken an soziale Einrichtungen übergeben. Je 250 Masken erhielten so die örtliche Tafel und das Beratungszentrum für Soziales "Halt". Die Masken sind eine Spende aus Taiwan. Taiwan hat als Zeichen der Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den letzten Wochen Millionen Atemschutzmasken an Deutschland gespendet, die bundesweit an Einrichtungen, die diese Masken dringend benötigten, verteilt wurden. Marco Wanderwitz ist Mitglied der deutsch-taiwanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages "Ich freue mich, dass das demokratische China uns freundschaftlich verbunden unterstützt. Gern habe ich das Angebot angenommen, über medizinische Einrichtungen hinaus auch soziale bedenken zu können. Tafel wie auch 'Halt' leisten seit vielen Jahren wichtige Arbeit im Ehrenamt und sind weitgehend spendenfinanziert." (erki)

() Birgit Birkner(35), Pfarrerin der Kirchgemeinde St. Martin in Meerane, ist nach Freiberg gewechselt. Dort tritt sie eine Stelle als Jugendpfarrerin des Kirchenbezirks Freiberg an. Sie soll zudem als Gemeindepfarrerin tätig werden. Ein Nachfolger für den Posten in Meerane ist noch nicht gefunden. Birkner hatte die Stelle in Meerane seit Oktober 2016 besetzt. "Ich bin von mehreren Seiten gefragt worden, ob ich mir diese Herausforderung vorstellen könnte", so Birkner. Da sie gern mit jungen Leuten arbeitet und auch Lust auf diese neue Aufgabe hat, habe sie zugesagt. In Meerane hat sie viele Spuren hinterlassen. "Die Stadt bleibt mir in positiver Erinnerung. Ich bin auf viele freundliche und hilfsbereite Menschen gestoßen." Dazu gehörte auch der Altbürgermeister Peter Ohl, der den Förderkreis Friedhof leitet: "Sie hat immer wieder ihre Möglichkeiten genutzt und es gut verstanden, damit der Kirchenvorstand und Förderkreis gut zusammenarbeiten", erinnert sich der Senior. Und nicht nur das: Auch bei der Innensanierung der Meeraner Kirche hatte sie sich engagiert und mit vielen Ideen eingebracht. "Die Kirche wird von Jahr zu Jahr schöner", sagt Birkner, die gegenwärtig in ihrer neuen Wohnung in Freiberg die Umzugskartons auspackt. (jwa)

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