Wenn der eigene Schreibtisch im Museum steht

Von einer herzensguten Prinzessin, einem heimatverbundenen Schriftsteller und einem sportlichen Laiendarsteller, den es zum Klettern auf die Bühne zieht.

Leah Gruner aus Lichtenstein hat fleißig Geld gesammelt: für einen guten Zweck ... Lea war ein Jahr lang die Rosenprinzessin von Lichtenstein. "Mit dem Ende meiner Amtszeit habe ich mir noch einen Herzenswunsch erfüllt", berichtet sie jetzt. Die junge Frau hat Ute Hoch vom Kinderhilfeverein eine Spende von immerhin 150 Euro übergeben. Während ihrer einjährigen Amtszeit als Rosenprinzessin hatte sie auf mehreren Flohmärkten - zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt, im Auersberg Center und in der Kirchgemeinde - Kinderspielsachen, Bücher und Kleidung verkauft. Leah erzählt weiter: "Bei der Sammelaktion stellte ich fest, dass Spenden sammeln gar nicht so leicht ist. Deswegen finde ich es besonders großartig, was Frau Hoch und ihr Team leisten, um den Kindern Freude zu bereiten und sie zu unterstützen." (erki)

Richard Pietraß (73), Schriftsteller, ist in Lichtenstein aufgewachsen und lebt heute vorrangig in Berlin. Er konnte am Donnerstagabend bei der Ausstellungseröffnung im Daetz-Centrum an seinem eigenen Schreibtisch Platz nehmen. Denn in der neuen Sonderausstellung, die das Stadtmuseum unter dem Titel "Aufgehoben im Labyrinth des Worts - Das Leben und das Werk des Schriftstellers Richard Pietraß" zeigt, finden sich viele persönliche Dinge. "Das Mobiliar steht normalerweise noch im kleinen Familienmuseum in Lichtenstein", sagt der Literat, der aber auch viele Bücher, Fotos, einen Film und Erinnerungsstücke aus Berlin zur Verfügung gestellt hat. Pietraß hat 34 eigene Werke geschrieben, hinzu kommen Nachdichtungen, Übersetzungen, Herausgaben. Unter anderem war er Herausgeber der Lyrikreihe Poesiealbum. In Lichtenstein ist der 73-Jährige regelmäßig und verfolgt die Geschehnisse aufmerksam mit. "Das Stadtmuseum sollte am Altmarkt bleiben", sagt er mit Blick auf eine der vielen Debatten, die es derzeit gibt. In der Stadt vermisst er vor allem das Stadtbad. "Da waren wir früher im Sommer fast jeden Tag. Jetzt gehe ich oft in Mülsen schwimmen", sagt er. Die aktuelle Sonderausstellung wird bis zum 27. Oktober gezeigt und kann von Freitag bis Sonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. (mpf)


Lars Schönfeld (26) und seine Mitstreiter vom Freilichttheater Waldenburg starten am Sonntagnachmittag in die zweite Saisonhälfte. Dabei hoffen sie, dass die Resonanz auf die Vorstellungen der Märcheninszenierung von Rapunzel ähnlich groß ist, wie vor der Sommerpause. "Wir sind sehr zufrieden. Selbst an Tagen, an denen es nicht sonderlich schön war und zuvor geregnet hat, kamen entgegen unserer Erwartungen viele Leute", sagt der Hohenstein-Ernstthaler. Für Lars Schönfeld bedeuten die Inszenierungen etliche Herausforderungen. Der acht Meter hohe Rapunzelturm, auf den er in dieser Inszenierung klettern muss, und die Bühnenkämpfe erfordern einiges an Kraft und Konzentration. Durch seine Tätigkeit im Chemnitzer Kletterwald sowie regelmäßiges Bühnenkampftraining und seine sportlichen Aktivitäten in der Abteilung JuJutsu des PSV Hohenstein-Ernstthal ist er für seine Rolle aber bestens vorbereitet. (mpf)

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