Wie viel Hilfe erhält Lichtenstein?

Haushaltssperre könnte ab September enden

Lichtenstein.

Lichtenstein rechnet mit etwa 1,2 Millionen Euro an Hilfen aus dem kommunalen Corona-Rettungsschirm. Das Geld stammt aus den 40 Millionen Euro, mit denen Bund und Freistaat den Landkreis Zwickau unterstützen. Demgegenüber, so Lichtensteins Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler), könnten etwa drei bis vier Millionen Euro weniger Steuereinnahmen bis zum Jahresende stehen. "Das sind bislang aber nur vorsichtige Schätzungen." Wegen der Coronakrise habe Lichtenstein aktuell bereits 500.000 Euro weniger eingenommen, als ursprünglich erwartet. Die zu erwartenden Steuerverluste zum Jahresende entsprechen etwa einem Fünftel des Lichtensteiner Gesamthaushaltes von 22 Millionen Euro.

Ursprünglich hatte Lichtenstein geplant, seine investiven Kassenkredite bis Jahresende abzubezahlen. "Somit wären wir aus Sicht des Landratsamtes hoffentlich wieder kreditwürdig gewesen", sagt Nordheim und fügt hinzu: "Doch dann kam Corona." Weiter hofft der Bürgermeister, eine bereits im Mai erlassene Haushaltssperre ab September wieder kappen zu können. Denn das Landesfinanzministerium sehe die Sperren nicht mehr vor, wenn ein Haushalt rein wegen Corona nicht ausgeglichen werden kann. ( akli)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.