Windpark erreicht seine Ausbaugrenze

Drei neue Windkraftanlagen entstehen im Windpark Bernsdorf-Gersdorf. Damit ist die zulässige Kapazität ausgeschöpft.

Gersdorf.

Noch in diesem Jahr wird im Windpark Bernsdorf-Gersdorf die alte Windkraftanlage Nordex, Registriernummer NX 9137, abgebaut. Dafür errichtet die Firma Sabowind drei neue vom Typ Vestas V126, Nabenhöhe 166 Meter, mit jeweils 3,45 MW Leistung. Sind die in Betrieb, 15 Stromerzeuger werden insgesamt 29,3 Megawatt einspeisen. Damit erreicht der Windpark die im Regionalplan ausgewiesene zulässige Ausbaukapazität.

Am Donnerstag erfolgte der erste Spatenstich. "Neun Anlagen hatten zunächst über einen langen Zeitraum Strom erzeugt. Die sind nach 20 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angekommen, werden nach und nach ersetzt", sagt Sabowind-Geschäftsführer Rainer Sack. Die Gemeinderäte von Bernsdorf und Gersdorf hatten dem Vorhaben ihre Zustimmung versagt. "Wir sind nicht gegen den Fortschritt oder erneuerbare Energien, aber man muss auch an die Leute denken, die mit den Anlagen leben müssen", machte Renate Scheibner, Gemeinderätin aus Gersdorf, deutlich. Sie ist selbst bei tief stehender Sonne von den Schlagschatten der Anlagen betroffen. Hier hat der Gesetzgeber reagiert. Acht Stunden pro Jahr darf jedes Haus betroffen sein. Dann müssen die Anlagen in dieser Zeit stehen. Auch die roten Blinklichter werden künftig nachts nur noch leuchten, wenn Flugzeuge die Anlagen überfliegen. "Wir tun alles, um bei den Bürgern so viel wie möglich Akzeptanz für den Park zu bekommen", sagt Sa- bowind-Geschäftsführerin Mandy Bojak. Im August gibt es wieder einen Tag der offenen Baustelle. Außerdem sind Ausgleichsmaßnahmen geplant, die pro Anlage mit 80.000 Euro veranschlagt sind. Sie werden bis 2020 umgesetzt.

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