"Wir haben gute Chancen"

Mario Müller über die Ziele des neugegründeten FDP-Ortsverbandes Sachsenring

Mario Müller - Vorstandsmitglied FDP-Ortsverband Sachsenring

Aus der Landespolitik ist die FDP weitgehend verschwunden. Regional wollen die Liberalen ihre Position stärken und bei den Kommunalwahlen 2019 antreten. Hans-Peter Kuppe sprach darüber mit Mario Müller, seit mehr als 25 Jahren FDP-Mitglied und Vorstandsmitglied des Ortverbandes Sachsenring.

Freie Presse: In der Region spielt die FDP derzeit nicht mehr die große Rolle. Wie wollen Sie denn da gegensteuern?

Mario Müller: Die beiden Ortsverbände Sachsenring und Lichtenstein haben vor zwei Monaten fusioniert. Der neue Verband ist nun im gesamten Gebiet vertreten. Wir hoffen, dass wir dadurch die Kräfte bündeln und in möglichst vielen Orten wieder in die Räte einziehen können.

Im Landesparlament ist die FDP nicht mehr vertreten. Macht das die Aufgabe komplizierter?

Natürlich. Um beispielsweise in Lichtenstein wieder in den Stadtrat einzuziehen zu können, brauchen wir nach Bekanntgabe der Kandidaten Unterstützungsunterschriften. Mit rund 30 Mitgliedern sind wir ein vergleichsweise kleiner Ortsverband. Das macht es sicher nicht leicht, doch der Mitgliederzuwachs speziell in Lichtenstein im letzten Jahr hat mir viel Auftrieb gegeben.

Also wollen Sie sich als FDP wieder ins Gespräch bringen?

Das werden wir auch. Wir planen als Auftakt zum Beispiel eine größere Veranstaltung am 29. September (9.30 bis 14.30 Uhr) im Betriebsgelände der Firma Geberit im Gewerbegebiet "Am Auersberg". Dort werden wir uns als neugegründeter Verband der Öffentlichkeit vorstellen und mit den Besuchern über unsere Ziele ins Gespräch kommen.

Gibt es ein spezielles Thema?

Für diese Auftaktveranstaltung haben wir uns das Thema Elektromobilität auf die Fahne geschrieben. Das hat ja unbestritten etwas mit Zukunft zu tun.

Das heißt, die Besucher können nicht nur über Politik diskutieren, sondern auch unter eine Motorhaube gucken?

Genau. Wir haben uns dazu einige interessante Partner aus der Region gesucht. Die Tüv Süd Akademie bringt zum Beispiel ein spezielles Schulungsfahrzeug zum Ausprobieren mit, ein E-Auto BMW i3. Auch die Firma Autoservice Demmler aus Wilkau-Haßlau reist mit E-Autos an. Das Renault-Autohaus Hübner ist mit von der Partie, ebenso die Mugler AG. Deren Experten werden mit einem Stand zu gesteuerter Verkehrsführung dabei sein. Zweirad Lorenz aus Glauchau lässt die Besucher E-Bikes zu testen. Wir klären aber auch zu Fördermöglichkeiten beim Kauf von E-Autos auf. Mit Geberit haben wir einen engagierten Unterstützer unseres Vorhabens gefunden.

In welchen Räten des Verbandsgebietes möchten Sie denn wieder Fuß fassen?

Wir glauben, dass es in diesen turbulenten Zeiten, wo mancher sich bewusst oder unbewusst nach rechts und links zu orientieren scheint, wichtig ist, unsere liberale Stimme in vielen Räten wieder hörbar zu machen. Es gibt eine große Anzahl von Bürgern, die sich vom gefühlten Dauerstreit der zurzeit agierenden Parteien verunsichert und nicht verstanden fühlen. Die Ereignisse der letzten Wochen in unserer Region trugen auch dazu bei. Wir sind uns bewusst, dass wir gute Chancen haben, unsere Ziele zu erreichen, wenn wir uns mit Leidenschaft den aktuellen kommunalen Themen widmen, die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nehmen.

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