Wo Asbest illegal am Waldrand entsorgt wird

Die Gartenanlage in Heinrichsort dient als Schuttabladeplatz

Heinrichsort.

Am Rand von Heinrichsort, wo Kleingärten in Feld und Wald übergehen, sagen sich nicht etwa Fuchs und Hase gute Nacht. Nein, im Gegenteil.

Am Ende der Kleingartenanlage Rödlitzer Weg entsorgen Leute nicht nur Grünabfälle illegal - sondern alles Mögliche. "Auch Asbest wurde dort schon abgeladen", sagte Ortsvorsteherin Annett Richter (CDU) zur Sitzung des Ortschaftsrats am Dienstagabend. "Da gehen ordentlich Schadstoffe ins Grundwasser", so Richter weiter. Auch ein Hochwasserüberlauf sei schon verstopft gewesen; die Agrargenossenschaft musste ihn freimachen, und hat dabei gleich einen kleinen Wall aufgeschichtet, damit Autofahrer nicht mehr bis zum Wald fahren können. Die Lösung für das Schutt-Problem ist das aber nicht.

Sascha Aurich

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Dazu kommt, dass die Zukunft dieses unteren Teils der Gartenanlage ohnehin unklar ist. Rund 700 der 4600 Quadratmeter waren an eine Gärtnerei verpachtet, doch der Pachtvertrag endet zum Jahresende. Die Fläche gehört dann der Stadt Lichtenstein - die hat aber keine Kapazität, sich darum zu kümmern. Ansonsten sind Richter zufolge noch vier Gärten belegt, die anderen stehen leer. Ihre Idee ist nun, diese die Verträge auslaufen zu lassen und die Gärten nicht neu zu verpachten. Stattdessen könnten Interessierte Parzellen im oberen Teil der Anlage bewirtschaften. Dazu müsse aber noch die Rücksprache mit dem Kleingartenverein erfolgen.

Die alten Gärten wären laut Richter schöne Eigenheimstandorte - theoretisch. Doch ihre Erschließung ist wohl nahezu unmöglich, denn die Zufahrtsstraße ist zu schmal, sagte Bauamtschef Mario Hößler. Aber die Landwirtschaft habe Interesse an der Fläche bekundet, erklärte er weiter. Und auch zum Aufforsten sei sie gut geeignet.

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