Wo der Donnerdrachen zu Hause ist

Das kleine Königreich Buthan wird auch das Land des Donnerdrachens genannt. André Carlowitz hat es bereist und zeigt seine Schönheiten.

Oberlungwitz.

Ohne seine Kamera würde André Carlowitz nie ein fremdes Land bereisen. Als sich mit der Wende in Deutschland die Grenzen öffneten, wollte er zunächst nur die Welt kennenlernen und machte auf Reisen viele Fotos. So zum Spaß, als Erinnerung. Irgendwann ermutigte ihn ein Freund: "Die Fotos sind klasse, warum hältst du keine Vorträge? Zeig einfach die Fotos und berichte live von deinen Erlebnissen." Carlowitz fasste sich ein Herz. Noch heute kommt die Art und Weise, wie er sein Publikum bei den Vorträgen unterhaltsam mitnimmt, gut an.

Am 7. März kommt Carlowitz wieder in die Karthalle am Sachsenring. Im Gepäck viele Fotos vom kleinen Königreich Buthan. "Es wird auch das Land des Donnerdrachens genannt", sagt er. Seit 1907 ist das asiatische Land ein Königreich. Jigme Kheser Namgyel Wangchuk, der seit 2006 regiert, ist inzwischen der fünfte König. Bhutan gilt als eines der friedlichsten Länder weltweit. Es ist so groß wie die Schweiz und liegt im höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya. Carlowitz nimmt seine Gäste mit auf eine Rundreise, bei der er historische Klöster und Städte besucht. So die Hauptstadt Thimphu. Auf einem Hügel steht die höchste Buddhafigur der Welt. Sie misst 51Meter und ist im Jahr 2007 zur 100-Jahr-Feier von Bhutan errichtet worden. "Beim Überschreiten des Dochula-Passes in 3088 Metern Höhe hat man einen Ausblick auf mehrere 7000er Gipfel, die an der Grenze zu Tibet liegen. Dieses Panorama ist einmalig", sagt Carlowitz. Eines der Höhepunkte der Bhutan-Reise war für ihn der Besuch im Punakha Kloster, wo gerade das Tsechu-Festival stattfand. Dort war am 17. Dezember 1907 der erste König von Bhutan vereidigt worden. Carlowitz hatte das Glück des Tüchtigen: Nicht nur er war Gast des Festivals, sondern auch der amtierende König. Auch eine Wanderung zum heiligsten Platz Buthans, dem Kloster Taktshang (Tigernest), stand auf dem Programm. Es ist im Jahr 1692 auf einer Höhe von 3100 Metern an und in einem Felsen erbaut worden und klebt wie ein Schwalbennest in der Steilwand.


Die Reise geht weiter nach Darjeeling, einer alten englischen Hill Station in der nordindischen Provinz Westbengalen. In Indiens kleinstem Bundesstaat Sikkim besuchte "Carlo", wie ihn seine Freunde nennen, das ehemalige alte Königreich. In Sikkim gibt es noch 360 Klöster. In Gangtok, der Hauptstadt von Sikkim, ist der Besuch des größten Klosters mit dem Namen Rumtek, das im 12. Jahrhundert errichtet wurde, natürlich Pflicht. Die Reise endete im alten Königreich Nepal. Die letzten Fotos zeigen Besichtigungen in Kathmandu, dem alten Königspalast Durbar Square, dem Hindu-Tempel Pashupatinath und dem Tempel Bodnath.

Der Vortrag in der Karthalle an der Goldbachstraße beginnt am Donnerstag 19 Uhr.

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