Zu viel Wind um Windpark

Eine Spende der Firma Sabowind hat im Bernsdorfer Gemeinderat für Zündstoff gesorgt. Jetzt hat die Firma noch einmal klargestellt: Es geht alles mit rechten Dingen zu.

Bernsdorf.

In der Debatte des Bernsdorfer Gemeinderates um eine Spende für den örtlichen Kindergarten hat sich jetzt die Firma Sabowind noch einmal zu Wort gemeldet. Das Unternehmen hatte dem Kindergarten im September dieses Jahres 3000 Euro für die Anschaffung eines neuen Spielgerätes zukommen lassen. Die Annahme der Spende musste sich die Gemeinde nach Paragraf 73 der Sächsischen Gemeindeordnung absegnen lassen. Das hatte im Gemeinderat eine Debatte ausgelöst.

Mehrere Gemeinderäte hatten Bedenken, die Spende anzunehmen, weil sowohl Gersdorf als auch Bernsdorf der Freiberger Firma die Baugenehmigungen für den Windpark "Bernsdorf-Gersdorf" versagt hatten. Obwohl sich Sabowind von Beginn an um Akzeptanz bemüht hat, gibt es nach wie vor Einwohner, die dem Windpark keine Sympathien entgegen bringen. Ungeachtet dessen, hatte sich das Windkraftunternehmen finanziell in der Region durch Spenden engagiert. Das ist weder Bestechung im Nachhinein, noch hat sich die Gemeinde kaufen lassen. Sabowind betont, dass bei der Genehmigungsverfahren alles nach dem Gesetz abgelaufen ist: "Es gab und gibt seitens Sabowind keine Einflussnahme auf die Entscheidung des Gemeinderates Bernsdorf zum Windparkvorhaben. Die offizielle Beteiligung des Gemeinderates fand innerhalb des Genehmigungsverfahrens im Oktober 2017 statt. Die Gemeinde Bernsdorf hat das Einvernehmen nicht erteilt. Das Einvernehmen wurde von der Genehmigungsbehörde ersetzt und die Genehmigung des Bauvorhabens im März 2018 erteilt. Im Zuge der Umsetzung des Projektes haben wir im September dieses Jahres an den Kindergarten in Bernsdorf freiwillig gespendet", so Sprecherin Sandra Schweigel.

Das Unternehmen wollte das auch nie an die große Glocke hängen. Erst die öffentliche Debatte im Gemeinderat hatte zu Irritationen geführt. Inzwischen ist klar: Alles rechtens. Die Bernsdorfer müssen wegen des Engagements der Sabowind kein schlechtes Gewissen haben.

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