Zur Jubiläumsfete zieht es alle auf den Berg

Das 50. Heidelbergfest war ein voller Erfolg. Doch nicht nur bei der Musikauswahl lagen die Macher richtig.

In den Abendstunden ging auf dem Festgelände zeitweise kein Apfel mehr zur Erde. Die Organisatoren freute der Ansturm.

Von Markus Pfeifer

Ziemlich geschafft waren die Mitglieder des Festausschusses des 50. Heidelbergfestes schon am Samstagabend. Aber sie waren auch zufrieden. Denn der Zulauf am Freitag und Samstag hatte die Erwartungen weit übertroffen.

"Das ist eine tolle Belohnung für die viele Arbeit", sagt Alexander Lötzsch, Chef des Festausschusses. Selbst beim Fest packte er wieder mit an, unter anderem als Kegelaufsteller beim Nachtkegeln am Samstag. Die mobile Kegelbahn, wie es sie schon zu DDR-Zeiten beim Heidelbergfest gab, kam richtig gut an. Auch bei der Musikauswahl lagen die Macher richtig. Denn während an der einen Stelle munter gekegelt wurde, tanzten vor der Bühne alle Generationen begeistert zur Stimmungsmusik der Prinzenberger, deren Verpflichtung genauso wie das freitägliche Gastspiel von Gudrun Lange & Kaktus davon zeugte, dass die Festmacher diesmal auch keine Kosten scheuten. "Ich war mir sicher, dass das funktioniert", sagte Alexander Lötzsch, nach dessen Schätzung allein am Freitagabend mehr als 1500 Besucher auf dem Berg waren.

Schon lange vor dem offiziellen Beginn hatten sich die Bänke gefüllt, da jeder den besten Platz wollte. Lötzsch könnte sich sogar vorstellen, dass das Fest nicht nur beim Jubiläum, sondern auch in den nächsten Jahren wieder etwas größer aufgezogen wird. Ortsvorsteher Dietmar Röder wäre nicht dagegen, kennt aber das Hauptproblem. "Das ist immer eine finanzielle Frage. Da müssen wir mit der Stadtverwaltung reden", sagt er. Mit dem Jubiläum und der Arbeit des Festausschusses war er am Samstag sehr zufrieden. Auch Schausteller Roland Schmidt, dessen Kinderkarussell sich munter drehte, konnte nicht klagen. "Diesmal läuft es gut. Die Organisatoren haben sich wirklich ins Zeug gelegt", sagt Schmidt, der nahtlos vom Heidelberg auf den Pfaffenberg wechselt.

Das 50. Heidelbergfest hat Christa Gurczik und ihrem Mann Harri wieder viel Arbeit beschert. Denn sie gehören zu den Wüstenbrandern, die eine der kleinen Verpflegungsbuden betreiben. "Nun höre ich wirklich auf", sagt die 74-Jährige, die vor etlichen Jahren schon einmal angekündigt hatte, dass mit 70 Schluss sein soll. Warme Eckchen, Scharfe Sache und Nikolaschka waren wieder der Renner, sodass die Betreiber bei Besucheransturm an die Belastungsgrenze kamen.

Seit rund 25 Jahren sind die beiden Gastronomen aus Leidenschaft beim Fest dabei gewesen, selbst bei Regen. Diesmal gab es nur am Samstag ein kurzes Gewitter, zwei Stunden nach dem Feuerwerk. Das gab es trotz der Trockenheit unter den wachen Augen der Feuerwehr. Da die Felder bereits abgeerntet oder mit Mais bepflanzt waren, hatte der Feuerwerker versichert, dass das Risiko überschaubar sei. Neben dem Feuerwerk leuchtete auch der Heidelbergturm, den Alexander Lötzsch mit Lichterketten verziert hatte. Demnächst soll das Wahrzeichen einen neuen Anstrich bekommen.

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