Zweckverband bürgt für Kredit

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Abwasserentsorger will teures Darlehen umschulden und die Laufzeit verlängern

Glauchau/Gersdorf.

Für einen Kredit, den der Abwasserentsorger WAD im Jahr 2013 aufgenommen hat, bürgt ab sofort der Abwasserzweckverband "Lungwitztal-Steegenwiesen". Das hat die Verbandsversammlung am Freitag in der Gersdorfer Hessenmühle beschlossen. Der Restbetrag des Darlehens beträgt 1,175 Millionen Euro.

Normalerweise übernimmt der Zweckverband bei jeder Kreditaufnahme seitens der WAD die Bürgschaft, doch im konkreten Fall war das anders. Denn die Rechtsaufsichtsbehörde hatte damals 2013, die Bürgschaftsübernahme seitens des Zweckverbandes nicht genehmigt, sodass die WAD den Kredit unverbürgt und mit hoher Tilgungsrate aufgenommen hatte, um Investitionen finanzieren zu können. Am 30. September dieses Jahres läuft für dieses Darlehen die Zinsbindung ab. Wie der Vorsitzende des Zweckverbandes Daniel Röthig, Bürgermeister von Callenberg, sagte, ist eine Umschuldung mit Laufzeitverlängerung vorgesehen. Dafür sollen mindestens drei Angebote verschiedene Kreditinstitute eingeholt werden. "Mit der Bürgschaft seitens des Zweckverbandes sind die Konditionen deutlich besser", so Verbandschef Röthig.

Die 1,175 Millionen, für die die Mitgliedskommunen des Zweckverbandes anteilmäßig bürgen, ist nur ein kleiner Teil der gesamten Bürgschaft, die der Verband für Kredite der WAD bislang übernommen hat. Die Gesamtsumme bestehender Darlehen liegt laut Röthig bei etwa 65,5 Millionen Euro, davon seien 64,5 Millionen Euro verbürgt. Die vom Zweckverband beschlossene Verschuldungsobergrenze der WAD liege bei 100 Millionen Euro. (sto)

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