Zwei Feste, ein Hof, viel zu feiern

Auf dem Regenbogenhof im Crimmitschauer Ortsteil Rudelswalde wurden am Samstag viele runde Sachen gemacht.

Crimmitschau.

Mit Kaiserwetter ging das Sommerfest zum 30-jährigen Bestehen des Crimmitschauer Behindertenverbandes am Samstag über die Bühne. Gefeiert wurde auf dem Gelände des Regenbogenhofes im Crimmitschauer Ortsteil Rudelswalde. Wegen der hygienischen Vorschriften während der Corona-Pandemie galt es, sich entsprechend zu verhalten. Der Hof bot so viel Platz, dass die Macher flexibel sein und alle Vorschriften einhalten konnten.

Unter den 60 Gästen war auch Maria Thiel mit ihrem Sohn Andreas. Der 59-Jährige arbeitet seit vielen Jahren in der Elektroabteilung der "Lebensbrücke" des Diakoniewerkes Westsachsen in Langenhessen. "Es war schon nicht leicht in der Zeit, als die Werkstatt coronabedingt geschlossen war", bemerkt Maria Thiel. Doch mit den Betreuern hatte man regelmäßigen Telefonkontakt, sodass man das eine oder andere Problem klären konnte. Der Werkstattalltag bestimmt mittlerweile wieder den Tagesablauf von Andreas Thiel, der sich sehr freute, dass das Sommerfest stattfinden konnte.

Gefallen hat es auch Andrea Wunderlich, die ihre behinderte Schwester Martina Härtling zum Sommerfest begleitete. Seit 1995 ist sie Mitglied im Crimmitschauer Behindertenverband und arbeitet aktiv im Vorstand mit. "Als Kassenwart habe ich schon eine recht verantwortungsvolle Aufgabe", sagt sie, "aber es macht Spaß und wenn man sieht, dass man mit seiner Ehrenamtlichen Tätigkeit anderen helfen kann, macht es doppelt Freude". Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Enkeln genoss sie das Ambiente auf dem Hof. Und sie nutzte das Angebot, eine Runde mit dem Kremser zu fahren.

Auch Thomas Jung aus Langenbernsdorf und Franziska Bretschneider aus Lauenhain fühlten sich wohl auf dem Regenbogenhof. Trotz dass Thomas an den Rollstuhl gebunden ist, inspizierte er alles, was es auf dem Hof zu sehen gab - Hühner und Pferde sind die tierischen Nachbarn. Auch der Bastelstand vom Werdauer Bastelgeschäft Rohleder hatte es den beiden angetan. Hier konnte man unter Anleitung von Heike Theuring kleine Kunstwerke entstehen lassen.

Sichtlich zufrieden zeigte sich auch Renate Engel, die Vorsitzende des Crimmitschauer Behindertenverbandes. Man habe lange überlegt, ob man das Jubiläum im Zusammenhang mit dem Sommerfest feiern kann. Aber der Regenbogenhof habe sich dafür angeboten. Es sei immer wieder beachtenswert, mit welcher Freude die Behinderten das Gebotene auf- und annehmen. "Natürlich sind dafür in der Vor- und Nachbereitung viele fleißige Hände nötig. Aber ich kann mich dabei voll auf den Vorstand und auch die Mitglieder verlassen", sagte Engel.

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