Zwei Künstler aus der Region helfen Klinik auf die Sprünge

Ein Gersdorfer und eine Hohenstein-Ernstthalerin stellen ab heute im Kreiskrankenhaus Stollberg ihre Arbeiten aus und verkaufen sie auch. Der Erlös dient der Medizin.

Stollberg.

Schon seit einigen Jahren arbeiten der Gersdorfer Ulrich Berthold und Verena Kaplick aus Hohenstein-Ernstthal zusammen - in der Freizeit. Nicht nur, wenn es um Kunst geht, liegen sie auf der gleichen Wellenlänge, sondern auch menschlich.

"Es passt einfach, deshalb gestalten wir häufig gemeinsam Ausstellungen. Seine Skulpturen und Steindrucke und meine Malerei ergänzen sich", sagt Verena Kaplick. Zum letzten Mal stellten die beiden gemeinsam erst vor wenigen Wochen bei der Frühlingsnacht am Kornmarkt in der Skatstadt Altenburg zum Thema "Wasser" aus. Ein Teil des Erlöses für verkaufte Kunstwerke ging dort an ein Altenburger Pflegeheim.


Damals stand schon das nächste gemeinsame Projekt fest. Und das soll einmal mehr dem guten Zweck dienen. Im Eingangsbereich des Stollberger Kreiskrankenhauses an der Jahnsdorfer Straße, am Teich und im Park sind einige Kunstwerke der beiden ausgestellt. "Ich habe mit dem Krankenhaus gute Erfahrungen gemacht und möchte einfach etwas zurückgeben", sagt Ulrich Berthold. Seit 18 Jahren pflegt er diese gute Verbindung. Alle Kunstwerke, die jetzt dort ausgestellt sind, werden auch verkauft. 50 Prozent des Erlöses geht direkt ans Krankenhaus und soll Asklepios ein wenig auf die Sprünge helfen. Der Betrag soll sozusagen als Anschubfinanzierung für ein medizinisches Gerät dienen, das bei der Patientenbetreuung zum Einsatz kommt.

Kunstinteressierte können aus 16 Skulpturen sowie 21 Holzschnitten, äußerst aufwendigen Steindrucken und Malerei wählen. Beide Künstler bieten dem Betrachter Vielfalt. Was Ulrich Berthold aus dem zaubert, was andere wegwerfen, ist beeindruckend. Ein Fisch aus Spitzhacken, Blumen aus verschrotteten Kreissägeblättern oder der Fisch komplett aus alten Hufeisen - die Ideen kommen ihm schon beim Anschauen der schrottreifen Teile. Berthold haucht "Abfällen" Leben ein, macht aus den verschmähten Hinterlassenschaften der Konsumgesellschaft einfach mal Kunst. "Ideen und Material habe ich im Überfluss, nur zu wenig Zeit, um sie alle umzusetzen", sagt der 65-Jährige, der dem Krankenhaus schon Arbeiten spendiert hat. So steht zum Beispiel seine drei Meter hohe "Äskulap-Stele" im Gelände. Verena Kaplicks Begabung liegt weniger im Schweißen und Sägen. "Bei ihr kann man das Herzblut spüren, mit dem sie zum Beispiel ihre Ostsee-Motive umsetzt. Bei ihr ist weniger einfach mehr. Sie spielt oftmals mit den Farben und bringt so Harmonie in die Bilder", sagt Ulrich Berthold von seiner Künstlerkollegin. Ihre Arbeiten erfreuen einfach das Auge. Auch ihre knallig bunten Pop-Art-Malereien. Diese "Art" zu malen, hat sie noch gar nicht so lange für sich entdeckt, aber enormen Gefallen daran gefunden. Inzwischen finden sie auch bei Kunstinteressierten großen Zuspruch.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag ab 18 Uhr im Kreiskrankenhaus Stollberg, Jahnsdorfer Straße 7, statt.

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