90 Jahre alte Truppe zieht auch die Jüngeren wieder an

In Lauenhain ist die Feuerwehr maßgeblich für das gesellige Leben im Dorf verantwortlich. Und bekommt dabei im wahrsten Sinne des Wortes Schützenhilfe.

Lauenhain.

Seit 90 Jahren gibt es die freiwillige Feuerwehr in Lauenhain. Und Klaus Meinhold und Lothar Stöckert haben mehr als die Hälfte dieser Zeit in der ehrenamtlichen Rettertruppe miterlebt. "Als ich nach Lauenhain in den neu gebauten Wohnblock gezogen bin, habe ich mich bei der Wehr angemeldet. Das war im November 1970", erinnert sich Lothar Stöckert an die Anfänge.

Klaus Meinhold ist ebenfalls in dieses Wohnhaus eingezogen. "Zur Einzugsfeier brannte in Lauenhain ein Hühnerstall. Daran erinnere ich mich noch", meint der 75-Jährige schmunzelnd. Zwischen 1981 und 2003 lenkte der Lauenhainer die Geschicke der freiwilligen Feuerwehr als Wehrleiter. "Aber nach 22 Jahren sollten dann mal die Jungen ran. Die machen vieles anders und auch manches besser", ist sich Klaus Meinhold sicher. Ein Junger ist seit mittlerweile drei Jahren Chef der Ortsfeuerwehr. Der 31-jährige Christian Wolf hat nicht lange gezögert, als ihm der ehrenamtliche Posten angeboten wurde. "Ich habe mich dazu bereit erklärt. Es ist nicht immer einfach, aber es macht Spaß."


"Ein Mann, ein Wort", kommentiert Ortsvorsteher Christian Jacob (Für Crimmitschau) die Bereitschaft des Lauenhainers, Verantwortung zu übernehmen. Jacob weiß, dass er sich jederzeit auf die Wehr verlassen kann und das nicht nur in einem Ernstfall. "Die Mitglieder gestalten das Leben in unserem Dorf maßgeblich mit. Gemeinsam mit unserem Schützenverein stellen sie einiges auf die Beine." Der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr zum Beispiel, den Klaus Meinhold einst ins Leben gerufen hat, ist inzwischen eine gute Tradition geworden.

17 aktive Mitglieder und sechs in der Ehrenabteilung, davon zwei Frauen, zählt aktuell die Lauenhainer Wehr, deren Geschichte Christian Wolf innerhalb einer Festveranstaltung Revue passieren ließ. Auch fünf junge Leute sind seit kurzem dabei. "Das freut uns natürlich", sagt Wolf. Rund fünf Einsätze fahren die Kameraden im Durchschnitt im Jahr. "In Erinnerung bleiben wird uns allen immer der Fund einer verbrannten Frauenleiche in einem Waldstück. Auch wenn das mittlerweile schon zehn Jahre her ist, so etwas vergisst man nicht", sagt Christian Jacob.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...