Abgeordnete rufen zu gegenseitiger Rücksicht auf

Zwickauer Vertreter im Bundestag fordern Bürger auf, solidarisch zu handeln

Zwickau/Berlin.

Die drei Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Zwickau haben am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung an die Bürger appelliert, den Anordnungen und Empfehlungen öffentlicher Stellen zu folgen. Sabine Zimmermann (Die Linke), Carsten Körber (CDU) und Jürgen Martens (FDP) riefen zu Solidarität auf. "Es geht buchstäblich um Leben und Tod", schreiben sie in ihrer gemeinsamen Erklärung. Deswegen brauche es jetzt nicht nur "entschlossene und soziale politische Maßnahmen", sondern auch "unser aller Vernunft, Zurückhaltung und Mitmenschlichkeit".

Der gemeinsame Appell geht auch auf das dramatisch veränderte Leben in Westsachsen ein. "Das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft sind stark heruntergefahren. Auch die Organisationen im Sozial- und Wohlfahrtsbereich müssen ihre Tätigkeiten einschränken", heißt es darin. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, seien Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstbeschränkung gefordert. "Es geht bei der Beschränkung sozialer Kontakte nicht nur um Selbstschutz, sondern auch um den Schutz anderer", schreiben sie. "Gegen das Virus SARS-CoV-2 gibt es bislang keinen Impfstoff und auch kein Medikament, wenngleich daran derzeit weltweit mit Hochdruck geforscht wird. Ansteckungen zu vermeiden ist deshalb die einzige Chance, Leben zu retten und eine Überlastung des Gesundheitssystems auszuschließen."

Die Klinken vor Ort seien leistungsfähig, das medizinische Personal leiste Unglaubliches. Die Herausforderungen für den Gesundheitssektor ließen sich bewältigen, allerdings nur, wenn nicht zu viele Menschen gleichzeitig erkrankten. "Genau das können wir alle gemeinsam verhindern", heißt es weiter. "Deshalb bitten wir Sie nachdrücklich: Halten Sie sich an die Anordnungen und Empfehlungen öffentlicher Stellen. Beachten Sie die Hygieneregeln. Vermeiden Sie soziale Kontakte, soweit es nur möglich ist." Vor allem solle man Rücksicht auf ältere Menschen nehmen und Abstand halten, auch wenn es sich um liebe Familienangehörige handle. "Mit ihnen solidarisch zu sein bedeutet jetzt, Abstand zu halten." Man solle auch im Netz auf Hamsterkäufe verzichten und bei der Suche nach Informationen auf verlässliche Quellen zurückgreifen.

Es ist das erste Mal, dass alle drei Zwickauer Abgeordnete eine gemeinsame Erklärung abgeben.


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