Abriss an Badergasse ist in Vorbereitung

Stadt und Firma legen am heutigen Mittwoch den Zeitplan fest. Warum verschwindet der Plattenbau aus der Innenstadt?

Crimmitschau.

Weniger Geld als bisher geplant wird für den bevorstehenden Abriss des Wohn- und Geschäftshauses Badergasse 17/19 in Crimmitschau benötigt. Die Kosten belaufen sich auf 195.700 Euro. Mitarbeiter eines Planungsbüros ermittelten im Vorfeld einen Finanzbedarf von 250.000 Euro. "Das Ergebnis fällt sehr moderat aus", sagte Oberbürgermeister André Raphael (CDU) bei einer Sitzung des Technischen Ausschusses. Dort wurde der Auftrag für den Abriss an ein Unternehmen aus Zwickau vergeben. Das Interesse der Firmen am Projekt war sehr groß: 18 Unternehmen forderten die Ausschreibungsunterlagen ab. Zwölf Firmen legten ein Angebot vor.

Die Verantwortlichen des Bau-Fachbereichs der Stadtverwaltung treffen sich am heutigen Mittwoch zu einer Bauanlaufberatung mit Vertretern des Abrissunternehmens. "Dabei ist unter anderem eine Endabstimmung mit den Medienträgern zur Verlegung von Leitungen, im Besonderen der Heiztrasse, geplant", sagt Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller. Erst danach kann ein Termin, wann die Abrissbagger an der Badergasse anrollen, genannt werden. In der Beschlussvorlage, die zur Sitzung des Technischen Ausschusses vorgelegt wurde, steht, dass die Arbeiten zwischen Januar und März 2020 ausgeführt werden sollen.

Nachdem der letzte Mieter im März 2019 ausgezogen war, steht der Plattenbau komplett leer. Die Stadtverwaltung hat das Objekt im letzten Jahr für rund 200.000 Euro gekauft. Damit soll ein Beitrag zur Aufwertung der Badergasse geleistet werden. Der Abriss steht in Zusammenhang mit der geplanten Sanierung des angrenzenden Schocken-Kaufhauses. "Das Schocken-Kaufhaus rückt als Solitärgebäude wieder mehr in den Fokus des gesamten Areals", sagte Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller zur Sitzung des Technischen Ausschusses. Er kündigte an, dass das Areal zur Schaffung von Park- und Freiflächen genutzt werden soll. Zudem ist laut Müller geplant, dass die Stadt einen Teil der Flächen nach dem Abriss wieder verkaufen wird.

Zwei Drittel der Kosten für den Abriss stellen Bund und Freistaat aus dem Programm "Stadtumbau Ost" zur Verfügung.

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