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Achtklässler feiern Jugendweihe im Eisstadion

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Für 84 Schüler aus Crimmitschau beginnt am Samstag ein neuer Lebensabschnitt. Die Jugend- stunden fanden wegen Corona im Internet statt.

Crimmitschau.

Das Probelaufen hat funktioniert. "Ich bin trotzdem aufgeregt", sagt Sophie Reinhold. Die 14-Jährige besucht die Klasse 8 a des Julius-Motteler-Gymnasiums am Wasserberg in Crimmitschau, wo am Samstag 84 Schüler ihre Jugendweihe feiern. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 747 junge Leute im Kreis Zwickau für die Jugendweihe angemeldet. "Darunter sind auch Jugendliche, deren Feier 2020 wegen Corona ausfiel", sagt Diana Hennig, Koordinatorin im Zwickauer Regionalbüro des sächsischen Verbandes für Jugendarbeit und Jugendweihe. In diesem Jahr würden noch Feiern in Werdau (18. September) und Limbach-Oberfrohna (25. September) anstehen. Jeder junge Erwachsene erhält Hennig zufolge eine Urkunde, das Buch "Jugendweihe: Wendepunkt - Weltanschauung - Werte" und einen Blumengruß.

Darauf freut sich auch der Achtklässler Damien Kretzschmar, der ebenso am Julius-Motteler-Gymnasium lernt und später bei der Polizei arbeiten will. Der begeisterte Judoka verbindet die Jugendweihe als Abschied von der Kindheit und Eintritt ins Erwachsensein vor allem mit vielen Freiheiten. Der neue Lebensabschnitt ist seiner Auffassung nach aber auch mit Verpflichtungen und Erwartungen verbunden. Denn wer in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen wird, müsse sich auch so verhalten. Stichwort: Umgangsformen. So erhalten die jungen Leute zumeist während der Jugendstunden einen Kniggekurs. Doch wegen der Pandemie mussten sämtliche Veranstaltungen im Vorfeld der Feiern gestrichen werden. "Wir konnten den jungen Leuten nur Online-Angebote machen. Das war schade. Ich bin aber guter Hoffnung, dass wir im nächsten Jahr wieder viele Aktivitäten mit den Schülern unternehmen können", erklärt Regionalkoordinatorin Hennig.

Gleichwohl ist Thomas Gläßer, Vize-Leiter des Julius-Motteler-Gymnasiums, davon überzeugt, dass sich die Schüler auf die Feierlichkeiten freuen und später gern zurückdenken: "Immerhin ist die Jugendweihe freiwillig. Einen Tag lang stehen die jungen Leute im Mittelpunkt und erhalten Geschenke und Glückwünsche", ergänzt der 36-jährige Pädagoge, der von den Achtklässlern zu den Feierlichkeiten am Samstag im Eisstadion eingeladen wurde.

Laut Regionalkoordinatorin Hennig sind drei Durchgänge geplant - 9, 11.30 und 14 Uhr. "Bisher fanden die Feiern im Stadttheater statt. Wegen der Corona-Pandemie haben sich die Organisatoren für das Eisstadion entschieden, da sich dort der erforderliche Abstand besser einhalten lässt", erläutert Thilo Ferstl, Chef des Veranstaltungsmanagements im Stadttheater. Bis zu acht Familienangehörige können an den Feiern teilnehmen. Masken müssen bis zum Einnehmen des Platzes getragen werden.

Während sich Sophie Reinhold mit einem dunkelblauen Kleid festlich kleidet, will Damien Kretzschmar mit gestreifter Hose und Hemd glänzen. "Bei der Auswahl meines Outfits hat mir meine Oma geholfen", sagt der Schüler, der es lässig mag. "Es gibt Kollegen, die die Schüler nun fragen, ob sie gesiezt werden wollen", so Vize-Schulleiter Gläßer.

Anmeldungen für Feiertermine im nächsten Jahr werden bereits entgegengenommen. Die Eltern werden gebeten, sich beim Regionalbüro Zwickau zu melden. Entweder per Telefon unter 0375 216945 oder auch per E-Mail zwickau@jugendweihe-sachsen.de.

www.jugendweihe-sachsen.de

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