Anderen Gutes tun und selbst dabei glücklich sein

Ein Bürgermeister verzichtet für Waldsportplatz auf Geburtstagsgeschenke. Ein Steinpleiser gestaltet Kalender mit Werdauer und Zwickauer Motiven.

Bürgermeister Frank Rose watete eine Runde im sanierten Kneipp-Becken des Waldsportplatzes.
Thomas Mehlhausen.
Der Steinpleiser Ulrich Puchelt hat wieder Kalender mit historischenAnsichten von Werdau und Zwickau erarbeitet.

Frank Rose (50), Bürgermeister von Langenbernsdorf, hat zum Waldsportfest in der Stöckener Hasenheide Beifall bekommen. Er hatte aus Anlass seines 50. Geburtstages Ende vorigen Jahres die Gratulanten gebeten, von Geschenken abzusehen und dafür lieber Geld für einen guten Zweck zu geben. Eine Spende floss in Richtung Waldsportplatz. "Unser Waldsportplatz ist etwas Besonderes und gehört zum Dorf einfach dazu." Gunter Bär, Karl-Heinz Prager, Bernd Friedrich und Christian Bär gehören zu den Aktiven, die sich um das Areal kümmern. Das Kneipp-Becken, gleich am Eingang zum Waldsportplatz gelegen, erhielt dank der Spende eine neue Uferbefestigung und zwei neue Bänke. "Das zeigt, dass man auch mit wenigen Mitteln etwas bewegen kann", freute sich Frank Rose, der das Becken mit eiskaltem Wasser mutig einweihte. Allerdings fanden sich dafür keine Nachahmer. (rwa)

Thomas Mehlhausen (39) vom Berliner Verein "Zeitgeist International" war in dieser Woche gemeinsam mit seinem Kollegen Paul Kuder für zwei Tage am Mottelergymnasium in Crimmitschau und entwarf unter der Überschrift "Gesichter der Zukunft" mit Schülern der 10. Klassen Ideen zur Zukunft der Demokratie. "Unsere Absicht war es, die Schüler ergebnisoffen zu motivieren, über unser künftiges gesellschaftliches Zusammenleben in Deutschland in den nächsten zwei Jahrzehnten zu reflektieren", sagte der Politikwissenschaftler, der bereits im vergangenen Schuljahr mit Crimmitschauer Gymnasiasten Workshops durchgeführt hatte. "In Zeiten des zu- nehmenden Populismus kann es nichts schaden, über dieses Thema bereits mit jungen Menschen zu diskutieren", sagte Mehlhausen. Das Projekt "Gesichter der Zukunft" wird unter der Schirmherrschaft des sächsischen Staatsministeriums für Gleichstellung und Integration durchgeführt. (tmp)

Ulrich Puchelt (71) aus Steinpleis präsentiert in diesem Jahr wieder seinen Kalender - diesmal für 2019 -, der historische Ansichten von Werdau und Zwickau zeigt. "Auf dem Titelblatt des Werdauer Kalenders ist die einstige Villa von Karl Ullrich zu sehen. Reste des einst prachtvollen Gebäudes stehen heute noch hinter großgewachsenen Bäumen am Anfang vom Roten Berg in der Ludwig-Jahn-Straße", sagt der Hobbyhistoriker, der immer noch Spaß am Stöbern und Recherchieren in verschiedenen Archiven hat. Den Zwickauer Kalender, der zum fünften Mal erschienen ist, zeigt das Schwanenschloss um 1914 sowie Ruderboote auf dem Teich. Die Kalender sind unter anderem bei Thalia in Zwickau sowie in der Stadtinformation Werdau erhältlich, sagt der Heimatforscher, der an weiteren Buchprojekten, unter anderem zur Gastronomiegeschichte Werdaus, arbeitet. (rdl)

Wolfgang Prehl (69), Bergbruder und Chef der Natur- und Heimatfreunde aus Kirchberg, blickt am Sonntag mit seinen Mitstreitern auf 15 Jahre harte Arbeit zurück. Zum Tag des offenen Denkmals bietet das Vereinsbergwerk "Engländerstolln" Einblicke in die Arbeit der Bergleute, die über mehrere Jahrhunderte hinweg Schätze aus der Erde gruben. Dieser Tag steht auch im Zeichen des Jubiläums, denn es ist dem Verein zu verdanken, dass über die Jahre aus einem zugeschütteten Loch wieder ein Stollen geworden ist, der Besuchern offensteht. Inzwischen ist es auch möglich, noch weiter in die Geschichte zurückzugelangen, denn es besteht ein Zugang zum Martin-Römer-Stollen aus dem 13. Jahrhundert. Für alle, die sich nicht unter die Erde getrauen, haben Prehl und seine Mitstreiter weitere Angebote auf dem Vereinsgelände: Schauschnitzen, einen Spielstand für Kinder, Naturschutzberatung, Verkauf von Mineralien und Literatur. (sth)

Roland May (63) kann es kaum erwarten. Für den Generalintendanten des Theaters Plauen-Zwickau ist die Sommerpause vorbei, sämtliche Sparten des Hauses gehen wieder voller Energie an den Start. Und so ruft der Intendant am kommenden Wochenende gleich zweimal "Vorhang auf!" Unter diesem Titel steht die Eröffnungsgala, die am Samstag, 19.30 Uhr, sowie am Sonntag ab 16Uhr im Bürgersaal des Zwickauer Rathauses stattfindet. Mit dem Schauspielstück "Pinocchio" in der "Alten Posthalterei" gab es unterdessen bereits einen erfolgreichen Saisonauftakt. May stellt nun mit allen Spartenleiterinnen und Spartenleitern die Stücke der neuen Spielzeit vor. Versüßt wird der Ausblick auf die kommenden Monate mit Ausschnitten der geplanten Stücke. Dabei kann man Kostproben des Musicals "Love Me Tender" sehen sowie der Operette "Die lustige Witwe". Auch die Tänzer stellen sich vor -mit einem Einblick in den Ballettabend "Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" über Max Pechstein. (sth)

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