Angler lassen sich nicht unterkriegen

60 Jahre ist der Anglerverein Crimmitschau in diesem Jahr geworden. Die Feier ist ausgefallen, die Arbeit nicht.

Crimmitschau.

Wie so viele Vereine mussten auch die Mitglieder des 1. Anglervereins Crimmitschau ihre Aktivitäten in diesem Jahr weitestgehend einschränken. Man hätte allerdings allen Grund dazu gehabt, in diesem Jahr das 60-jährige Vereinsjubiläum zu feiern, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, so die Devise der Angelfreunde.

Dennoch kann man mit Stolz auf die Entwicklung der letzten Jahre zurückblicken, vor allem wenn man den Part der Mitgliederzahlen betrachtet. 1974 waren es gerade mal 74 Petrijünger, die diesem Hobby nachgingen. Im Jahr 2000 zählte man dahingegen schon 189 Mitglieder, wovon allein 31 Kinder und Jugendliche den Nachwuchsbereich bildeten. Heute sind es stattliche 203 Mitglieder im Alter zwischen 9 und 82 Jahren. Darunter 30 Jugendliche und neun Frauen, so Uwe Weiland, der seit 2000 der erste Vorsitzende des Vereins ist. Im Vorstand wird er von seinem Stellvertreter Steve Vogel unterstützt. Insgesamt gehören dem Vorstand sieben Mitglieder an, darunter auch Mandy Herrmann, die für die Jugend- und Nachwuchsarbeit verantwortlich ist.

Anfang Februar fand im Prinzip die letzte Vereinszusammenkunft im Gasthof Lauenhain statt. Über das Jahr hinweg hielt der Vorstand mit den Mitgliedern fast nur per Telefon Kontakt. Bei einzelnen Aktionen zur Werterhaltung an den gepachteten Gewässern trafen sich maximal zwei Angelfreunde und das natürlich unter Einhaltung der notwendigen Hygienevorschriften. Dazu gehörte unter anderem das Einsetzen von Jungfischen laut Besatzplan am Hofteich in Frankenhausen und an der Koberbachtalsperre. Wichtige Belange konnten auch per Online und Telefon mit dem Anglerverband und der Fischereibehörde des Freistaates Sachsen geklärt werden.

Zur letzten Vorstandssitzung am 28. Oktober ging es hauptsächlich um den Erhalt neuer Papiere. Um all die Belange zu klären, bedarf es momentan noch mehr Zeitaufwand. Einiges lässt sich per Telefon klären oder aber Online und über die Webseite des Vereins.

Die Sachlage am Sahnsstau in der Mark Sahnau sei noch immer offen, so Weiland. Doch auch hier sei man zuversichtlich, dass es schließlich wichtig sei dieses Naturbiotop vor den Toren des Naherholungsgebietes Sahnpark zu erhalten.

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