Auf die Piste, fertig, los!

Nach einer vierjährigen witterungsbedingten Pause veranstaltete der Lauterbacher Landlustvereins am Samstag wieder ein Nachtrodeln. Für die Fans hat sich das lange Warten gelohnt.

Lauterbach.

Der Landlustverein wäre vielleicht nicht der Landlustverein, wenn dessen Mitgliedern nicht schnell einmal eine besondere Überraschung einfallen würde. Extra für das Nachtrodeln in der Lauterbacher Hohle vorgestern Abend hatte Thomas Vizal aus Holz und einigen alten Reifen ein kleines Segelboot zusammengebaut. "Das war keine große Sache, nach zwei Stunden war die Sache über die Bühne", sagte der Konstrukteur lachend. Den Zweisitzer steuerten während der Fackelabfahrt Martin Vizal und Erik Schönherr den gut 200 Meter langen Hang herunter, wobei kurz vor dem Sprunghügel dem Segel wohl der nötige Wind fehlte. Dominik Schowakow von der Lauterbacher Feuerwehr - er sicherte mit vier weiteren Kameraden unter anderem den Zielsprung und den Auslauf ab - musste das Gefährt extra noch einmal anschieben. "Das habe ich den ganzen Abend auch bei anderen Schlitten getan", sagte der junge Mann. Das Segelboot des Landlustvereins hatte die Fahrt im Vergleich zu anderen Schlitten wohl auch deshalb ohne Probleme überstanden.

immer nur beim einfachen Pflaster. Für zwei Personen endete der Besuch des Nachtrodelns in der Pleißentalklinik.

Trotzdem stand bei den vielen Besuchern aus der Region und den Gastgebern vom Lauterbacher Landlustverein die Freude klar im Vordergrund. "Endlich konnten wir wieder zum Nachtrodeln einladen, obwohl das Ganze unter anderem mit der Versorgung, der Musik und der Absicherung recht kurzfristig organisiert werden musste", meinte Peggy Meißner, die stellvertretende Chefin des Vereins.

Mit der Vorbereitung ging es praktisch erst am Montagabend los, die Präparierung des Hangs einschließlich des Auslaufes erfolgte schließlich am Freitag und Samstag. "Mit einigen Helfern haben wir extra noch etwas Schnee auf die Piste gebracht, damit der Untergrund für die Schlitten hält", berichtete Peggy Meißner. Der positive Effekt war dabei, dass die Zufahrt zum Auslauf aus Richtung Bergstraße vom Schnee geräumt werden konnte. Durch die Frosttemperaturen der vergangenen Tage vor allem in den Abend- und Nachtstunden der vergangenen Tage war die Piste vorgestern in einem ausgezeichneten Zustand. "Wir sind sehr zufrieden, dass unser Nachtrodeln auch nach dieser längeren Pause bei den Leuten wieder großen Anklang gefunden hat", sagte Peggy Meißner, die sich vorgestern um die Versorgung der Besucher vornehmlich mit Glühwein kümmerte.


Der Klassiker

Der gute alte Hornschlitten war in Lauterbach klar in der Überzahl. Auch Martina Kress aus Zwickau brachte ein solches Exemplar mit auf den Hang. "Für das Nachtrodeln haben wir extra eine Beleuchtung angebracht", sagte sie und fuhr mit ihrem Sohn Damian sehr fleißig - bis es am Sprunghügel einen unüberhörbaren Knacks gab. Anschließend musste der mitgebrachte Ersatzschlitten ran.


Der Alternative

Weil ihre große Tochter mit dem Schlitten fahren wollte, war Jennifer Walther aus Neukirchen eben mal mit einem großen Traktorenschlauch in der Hohle unterwegs. "Das fetzt ungemein", meinte die junge Frau über ihre Premiere beim Nachtrodeln. Gemeinsam mit ihrem vierjährigen Lias war sie fast durchgehend auf dem Rodelhang zu finden, auch wenn das Steuern nicht ganz einfach war.


Der Moderne

Ein Snowmobil der besonderen Art hatte Erik Hämmerlein mit zum Nachtrodeln gebracht. "Mein Vati hat den Schlitten ordentlich aufgepustet, sodass ich bei den Fahrten viel Spaß hatte", sagte der Junge aus Neukirchen, welcher sein Vehikel abseits des Rodelhangs immer zu tragen hatte. Schließlich erinnerte der besondere Schlitten eher an eine Luftmatratze, die auch mal platzen kann.

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